Dienstag, 17. September 2013

3 Tage Niederschlag!!!

Seit dem "Schneesturm" vom Sonntagabend regnet, schneit oder hagelt es hier durchgängig. Von dem Schneesturm, der angekündigt war, habe ich irgendwie mehr erwartet. Sturm war auf jeden Fall da, aber Schnee, naja, es schneit zwar zwischendurch immer mal wieder, aber es taut auch immer wieder direkt, da es für Schnee noch zu warm ist. Nur an manchen Stellen bleibt der Schnee wirklich liegen.
Ich habe auch versucht ein paar Fotos von dem "Schneesturm" zu machen, aber irgendwie erkennt man da nicht so viel drauf.




Das Resultat ist auch nicht das Beste, naja, immerhin kann ich jetzt sagen, es ist September und es schneit!
Ich freue mich aber darauf, wenn es kälter wird und endlich dieser doofe Regen sich in schönen weichen Schnee verwandelt, dann macht es auch Spaß nach draussen zu gehen.
Seit Sonntag habe ich mich auch nicht mehr aus dem Haus gewagt, weil es einfach zu nass und zu kalt draussen ist, aber heute dachte ich mir, eigentlich muss ich mal wieder raus, ausserdem hatte ich hier noch eine Postkarte liegen, die auch endlich mal ihre Reise nach Deutschland antreten wollte. Also habe ich mich nach einem Kaffee, damit ich vorgewärmt war :D, in meine dicken Sachen geworfen und den Schritt ins Nasse gewagt. Es hat auch kaum noch geregnet, aber der Wind hat mir direkt gezeigt, dass es sinnvoll ist, über die Mütze auch noch die Kaputze zu ziehen, was gar nicht so einfach ist, wenn man Gegenwind hat.
Irgendwann ging es dann auch los, ich musste den Hügel runter und voll gegen den Wind laufen, dabei dachte ich nur AUA, mein ganzes Gesicht tat weh. Der Regen hatte sich nämlich gedacht ich friere einfach mal, bevor ich auf den Boden falle und den ganzen Hinweg ist mir dann gefrorener Regen, man kann auch kleiner Hagel sagen, ins Gesicht gepeitscht worden, das tat höllisch weh. Was war ich froh, als ich die Post erreicht hatte. Danach habe ich noch schnell einen Abstecher zum Supermarkt gemacht, weil ich weiss ja nicht, wie lange das Wetter noch so bleibt und ich werde mich ganz sicher nicht morgen wieder ins Nass stürzen. Deshalb wenn man schon mal da ist, alles auf einmal machen, auch wenn mittlerweile meine Schuhe und Hose durchgenässt waren. War eigentlich eh vorherzusehen, weil ich meine nicht wasserfesten Schuhe angezogen hatte. Auf dem Rückweg hatte ich dann gott sei dank Rückenwind, sodass weder mein Gesicht weh tat, noch ich die dämlich Kapuze die ganze Zeit festhalten musste, ausserdem wurde ich den Hügel fast hochgeschoben, sodass nicht mal das Laufen anstrengend war.
Dennnoch war ich ziemlich froh, als ich zu Hause war. Dort habe ich mich erst mal in meine Jogginghose geworfen und was Warmes gegessen. Bei diesem Wetter werd ich das Haus eindeutig nicht oft verlassen. Aber zum Ende der Woche soll es zumindest trockener werden, ich hoffe es!!
Wenn es dann trocken ist, nervt das Wäsche waschen auch nicht mehr so, weil im Haus kann ich nur eine Maschine aufhängen und erst dann die Nächste anstellen, wenn die andere trocken ist und das dauert. Der Wäscheberg wächst dementsprechend auch immer weiter, bei sechs Personen ja auch kein Wunder, besonders wenn auf Grund des schlechten Wetters die Sachen immer so schnell dreckig werden. Also was hier fehlt ist eindeutig trockenes Wetter oder mehr Platz zum Wäsche aufhängen.
Jetzt muss ich mich aber noch ein bisschen weiter aufwärmen, weil trotz trockenen Sachen und warmen Essen ist mir noch etwas kalt, deshalb geh ich jetzt aufs Sofa unter die Decke und trink noch einen Ingwertee (schmeckt nicht so gut, aber ist gesund und deswegen gibt es den hier :D)!!!

Montag, 16. September 2013

Schafe, überall Schafe





Damit ihr auch was von den vielen Schafen hier auf der Insel seht, speziell in dieser Gegend, mache ich heute mal einen Post über Schafe. (Habe sonst auch nicht so viel neues zu erzählen :D)


Make time simply to stop and listen
 

Sind wir alle nur Schafe?
Wenn das läuft, versteh ich zwar kaum was, aber auch auf isländisch ziemlich witzig!!

Sonntag, 15. September 2013

1.Ausflug -> Gescheitert!!!

Nachdem am Freitag alles gut gegangen ist, habe ich dann mal meinen ersten Ausflug geplant. Leider war zwar die Planung perfekt, aber die Ausführung ist total gescheitert. Alles war super vorbereitet, das Ziel Varmahlið und auf dem Rückweg halt bei Glaumbær. Die Fahrradstrecke war eigentlich im Internet ganz in Ordnung, 25km pro Weg, ich dachte das wäre wohl zu schaffen, schließlich hatte ich zwischendurch ja auch vor in Varmahlið zu essen und mich auszuruhen. Die Wettervorhersage war auch super, kein Regen, Sonne und kein Wind. Ebenso ist das Fahrrad, welches mir hier zur Verfügung steht, ein ziemlich gutes Trekkingrad, von daher habe ich mir keine Sorgen gemacht. Morgens habe ich dann meinen Rucksack gepackt mit allem, was man so braucht. Natürlich auch Tee zum aufwärmen.
Als ich dann kurz hinter Sauðárkrókur war, wollte ich schon aufgeben. Trotz Mütze und Kaputze waren meine Ohren schon kalt, habe mir dann meinen Schal noch mehr über die Ohren gebunden und der Wind, der eigentlich überhaupt nicht stark war, hat mich aber ganz schön Kraft gekostet, weil ich immer wieder Hügel raufmusste und der Wind von vorne kam. Ständig musste ich eine Pause machen, weil ich nicht mehr konnte und ich das Gefühl hatte, einfach nicht von der Stelle zu kommen. Ich glaube die Autofahrer, die an mir vorbei gefahren sind, haben auch immer nur gedacht, was eine Bekloppte, die hier mit dem Fahrrad fährt :D
Als ich nach 2 Stunden Fahrt, noch nicht mal Glaumbær erreicht hatte, was an der selben Straße liegt, ca. 15Km von Sauðárkrókur entfernt, habe ich beschlossen aufzugeben. Ich habe mich nicht getraut, noch weiter zu fahren, schließlich wollte ich auch noch wieder nach Hause kommen. Da auf meiner Karte leider Glaumær nicht eingezeichnet ist, konnte ich noch nicht mal entscheiden, ob das sinnvoll war, höchstwahrscheinlich käme nach dem nächsten Hügel Glaumbær, naja, ich war aber froh als ich dann umgedreht habe, weil endlich hatte ich Rückenwind. Der Rückweg war dann auch ganz angenehm und ich musste nicht so viele Pausen machen, wie auf dem Hinweg. Dennoch habe ich den letzten Hügel zu unserem Haus geschoben, da ging dann gar nichts mehr und als ich zu Hause war, habe ich dann auch den Rest des Tages auf dem Sofa verbracht. Nur zum Abendessen, wir waren bei Siggadora, der Mutter von Tóti zum Essen eingeladen, habe ich mich dann noch einmal aufgerafft.
Während der Fahrradtour bin ich auch an echt süßen Flüsschen und schönen Aussichten vorbei gekommen, aber ich war so k.o., dass ich nicht mal Lust hatte meine Kamera aus der Tasche zu kramen, um Fotos zu machen, das werde ich aber, wenn ich mit Auto dahin fahren kann, noch mal wiederholen, schließlich kann ich ja überall anhalten.
Mein Fazit aus dem gestrigen Tag ist eindeutig, nicht noch einmal Fahrrad fahren auf dieser Insel zu dieser Jahreszeit. Eventuell werde ich mich im Mai, wenn der Frühling langsam kommt noch einmal an eine Fahrradtour wagen, aber eher auf keinen Fall. Ich hoffe dass ich nächstes Wochenende vielleicht das Auto zur Verfügung habe und dann werde ich meinen geplanten Ausflug wiederholen, nur mit einem angenehmeren Fortbewegungsmittel.
Ich konnte diese Nacht auch super schlafen und wären die Kids nicht am Wochenende auch immer schon um 8Uhr aktiv, hätte ich wahrscheinlich auch noch länger als 9 Uhr schlafen können.
Heute hoffe ich, dass Siggas Freundin noch vorbeikommt, sie hat nämlich auch ein AuPair, wohnt zwar in Reykjavik, aber sie sind ca. 1x im Monat hier oben bei den Großeltern, sodass wir uns dann öfter treffen könnten, bzw. ich dann auch jemanden hätte, wenn wir uns gut verstehen, der in Reykjavik wohnt, wo ich dann ab und zu mal übers Wochenende hin könnte.
Auch bin ich auf heute Abend gespannt, der Wind ist schon ziemlich stark und der Himmel dunkel. Alle Anzeichen sprechen dafür! Es wurde nämlich gestern eine Wetterwarnung ausgesprochen, dass ein sehr starker Schneesturm gegen späten Nachmittag/Abend kommen soll und die Wetterwarnungen sollte man, wie ich gelesen habe, auf keinen Fall ignorieren. Mal schauen, was heute Abend hier so abgeht.

Freitag, 13. September 2013

Freitag der 13.

Ich war gerade so am überlegen, was ich denn als Überschrift nehmen könnte, da schaute ich auf meinen Wecker und habe bemerkt heute ist Freitag, der 13. War mir bis gerade noch nicht bewusst, ich habe auch noch nichts Negatives erlebt, von daher alles gut. Ich hoffe auch euch ist heute noch nichts schlimmes zugestoßen.
Gerade kam Eymi nach Hause und als er dann gegessen hat, haben wir ein bisschen philosophiert, das macht er nämlich ziemlich gerne, ich bin noch ein wenig überfordert, weil das was er mich fragt, manchmal echt crazy ist. Auf jeden Fall haben wir dann über Freitag den 13. und so gesprochen, er glaubt da auf jeden Fall dran und hat prophezeit, dass heute noch irgendwas passieren wird, ich hoffe mal, dass mir nichts passiert, schließlich glaube ich auch nicht an sowas.
Ich habe eher was gutes erlebt, bin vorhin im Supermarkt gewesen und habe mir eine isländische Simkarte besorgt. Nach langem austesten, habe ich dann auch verstanden, wie das alles funktioniert, weil alles natürlich nur auf isländisch war und niemand zu Hause ist momentan, der mir helfen könnte. Meine Nummer habe ich dann herausgefunden, indem ich mit dem Haustelefon, alle Nummern, die in der Gebrauchsanweisung standen angerufen habe und dann die als meine identifiziert habe, bei der mein Handy endlich geklingelt hat :D
Sigga hat mir heute prophezeit, dass ich eigentlich hier nicht krank werden dürfte, da das Frühstück und die Möhrensuppe (gibt es ca. 1x im Monat), die es gestern gab und welche ich heute Mittag auch wieder gegessen habe, mein Immunsystem stärken. Das kann ich mir auch gut vorstellen, das Frühstück ist und schmeckt eh nur gesund und dank der Möhrensuppe ist mein Ingwerhaushalt auch wieder auf mindestens 100% gefüllt worden. Naja, wenn ich dann wirklich nicht krank werde, ist das ja gut und ich esse es dann auch gerne.
Mein tägliches Frühstück - lecker :)
Gott sei Dank ist morgen Wochenende, da schlaf ich aus und dann mach ich mir mein eigenes Frühstück :), ohne Haferschleim, oder was das auch immer ist.
Nach dem gestrigen Schnee-Regen-Wind-Tag ist es heute wieder komplett anders.
Gestern habe ich abends im Bett gedacht, wenn es jetzt so weiter geht mit dem Wetter, dann Prost-Mahlzeit, aber nein. Heute morgen bin ich bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel aufgewacht, auch der Wind ist ganz angenehm. Die Temperaturen sind zwar kalt und auf dem Weg zum Supermarkt habe ich etwas gefroren, aber ansonsten ist heut ein sehr schöner Tag. Das maritime Klima macht sich hier doch sehr gut durch schnelle Wetterwechsel bemerkbar. Mal schauen, wie das Wetter morgen so wird.

Donnerstag, 12. September 2013

Off-Road

Dieser Begriff ist mir eigentlich vorher noch nicht so geläufig gewesen, gestern habe ich dann eine ausführliche Erklärung bekommen. Momentan werden nämlich alle Autos, vor allem die Geländewagen gerüstet für den Off-Road-Modus. 
Dies ist sehr wichtig, da heute morgen der Winter eingebrochen ist. Es schneit schon den ganzen Tag, der Wind hat aktuell eine Geschwindigkeit von 74km/h und die Temperaturen sind auf 3,4°C gefallen. Gefühlt aber viel kälter, beim Wäsche abhängen habe ich gedacht, meine Finger erfrieren gleich. Die Handschuhe müssen beim nächsten Mal auf jeden Fall an. Auf Grund der aber noch positiven Temperatur bleibt vom Schnee noch nichts liegen und es ist einfach nur tierisch ungemütlich draussen. Eigentlich wollte ich noch zum Supermarkt, um mir endlich meine isländische Simkarte zu holen, aber wenn das Wetter so bleibt, gehe ich heut nicht aus dem Haus, es sei denn, das Auto ist Off-Road fertig und kann aus der Werkstatt abgeholt werden, dann würde ich auf dem Rückweg beim Supermarkt vorbei fahren, mal schauen. 
Auf jeden Fall trifft man, umso schlechter das Wetter wird immer mehr Monster auf den Straßen an. In Island fährt man nicht nur im Winter mit dem modifizierten Geländewagen ins Hochland oder in die Fjorde. Da sind auch Versionen für den Sommer. Man kann kaum von einem modifizierten Wagen reden, weil die Meisten von ihnen werden von Anfang an in der Garage aus Ersatzteilen gebaut. Das Resultat ist ein gewaltiges Monster aus Metal, Plastik und Gummi, das keine Grenzen kennt. So manche, die ich hier gesehen habe, möchte ich echt nicht begegnen, da ist der Geländewagen, der Familie noch richtig harmlos, obwohl ich da auch schon Probleme beim Einsteigen habe aufgrund der Höhe.

Hier noch ein paar Fotos ;)



Mittwoch, 11. September 2013

News


So was gibt es für Neuigkeiten von der Insel? 
Zunächst bin ich seit vorgestern, da kam ein Brief an mich addressiert :) offiziell in Island gemeldet und somit kein Tourist mehr, sondern Bewohner der Insel. Jetzt, da ich meine Kennitala habe, steht dem Sprachkurs eigentlich auch nichts mehr im Wege, ausser die Mindestteilnehmerzahl. Ich hoffe, diese wird schnellst möglichst erreicht, damit ich dann endlich starten kann die Sprache so richtig zu lernen. Bis dahin helfe ich mir durch ein paar Worte, die ich in den Raum werfe und meinen Händen und Füßen. Es wird aber schon besser und ich verstehe schon Einiges, was die Mädels mir sagen wollen.
Gestern habe ich, nachdem ich meine Aufgaben erledigt hatte, einen Spaziergang gemacht (die Fotos zeigen, was ich gesehen habe). Ich bin mal den Hügel hinter unserem Haus hochgelaufen. Ich muss sagen, die Steigung ist echt anstrengend, vor allem, wenn man Gegenwind hat. Hinter dem Hügel habe ich dann einen kleinen Wald entdeckt, der ist echt schön, mit einem Fluss und kleinen Wasserquellen, die in den Fluss münden und einer Brücke. Auf der anderen Seite habe ich dann ganz viele Büsche Blaubeeren entdeckt und, ich hatte gott sei dank eine Tüte in meiner Tasche, kurzer Hand mal schnell eine Tüte voll Blaubeeren gepflückt und ganz viele zwischendurch vernascht. Es gab da auch Kräkebeeren, keine Ahnung, ob das so richtig geschrieben wird, aber die habe ich nicht gepflückt, die essen die hier auch viel, aber ich finde die ziemlich bitter und nicht so lecker, ich habe mich dann auf Blaubeeren spezialisiert. Nachdem ich die dann zu Hause gewaschen und von den Blättern befreit hatte, habe ich mir auch direkt zum Mittag Skyr mit Blaubeeren gemacht, sehr empfehlenswert. Skyr ist soetwas ähnliches wie Quark und Joghurt, schmeckt aber irgendwie besser, das esse ich fast jeden Tag zum Mittag. Wer genauer wissen möchte, was Skyr ist, hier ein Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Skyr
Gestern Abend habe ich mich dann gewundert, warum es schon um 18 Uhr Essen gab, eigentlich essen wir immer erst so gegen 19 Uhr, aber dann kam das Event des Tages, vllt auch der ganzen Woche. Um 19 Uhr war das WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien. Seit Tagen wird im TV schon die ganze Zeit nur über Fußball berichtet, weil Island sehr gute Chancen hat, sich zu qualifizieren. Freitag haben sie gegen die Schweiz ein Unentschieden erzielt, das war auch unter den Kids am Wochenende nur Thema und gestern haben sie dann gewonnen und sind momentan auf dem 2. Platz. Man muss dazu erwähnen, die isländische Männermannschaft war noch nie Teilnehmer der WM und wie ich verstanden habe auch nicht bei der EM. Mal schauen, ob sie diese WM packen.
Gerade wollte ich eben kurz zum Supermarkt, hier oben um die Ecke und anfangs sah es noch schön aus, aber ich habe zur Vorsicht meine Regenjacke angezogen, weil eigentlich den ganzen Tag Regen gemeldet war und ausserdem schützt sie auch vor Wind, der heute wieder extrem stark ist, was das Wäsche aufhängen auch zu einer ziemlichen Herausforderung macht, die ich aber gut gemeistert habe :D
Als ich dann endlich, nachdem ich den Kampf mit dem Reissverschluss meiner Regenjacke erfolgreich für mich gewinnen konnte, losgehen wollte, fing es natürlich an zu regnen. Erst habe ich überlegt abzuwarten, aber ich dachte, ich hab ja eh eine Regenjacke an, also bin ich losmaschiert. Bis zum Supermarkt alles gut, war nur leichter Regen. Auf dem Rückweg dann, es ist nur ca. 1 Km ist es dann voll angefangen, rennen war bei dem Gegenwind unmöglich und meine Kapuze wollte auch nicht so wie ich, naja als ich dann zu Hause war, war ich nass. Aber ich bin jetzt schon wieder trocken und natürlich ist der Himmel jetzt blau, mit weißen Wolken und es kommt sogar ein bisschen die Sonne raus.

Dienstag, 10. September 2013

Schaftrieb

Am Wochenende war ich, wie angekündigt mit den Mädels auf der Farm der Großeltern, bzw. die Farm wird von dem Onkel betrieben.
Die Hinfahrt war schon sehr anders als erwartet. Ich habe mir schon gedacht, dass die Farm nicht zentral liegt, aber so in der Pampa hätte ich sie auch nun wieder nicht erwartet. Nach ca. 40 min bogen wir von der Ringstraße in einen Weg ein und fuhren über eine Brücke, die Oma hat mir erklärt, ab der Brücke fängt ihr Land an und die Brücke gehört im Grunde ihnen, weil der Weg nur zu ihrem Haus führt. Ich dachte mir dann, okay, hinter dem Hügel, der vor uns liegt, wird dann wohl die Farm sein. Nix da, hinter dem Hügel war nichts. Wir fuhren weiter und nach ca. 10Min erreichten wir dann den Briefkasten, ein Haus war aber immer noch weit und breit nicht in Sicht. Wir fuhren den nächsten Hügel hinauf und endlich kamen zwei Häuser zum Vorschein. Ein Neues, dass sehr modern aussieht, in dem der Onkel mit seiner Familie lebt und ein altes, in dem die Großeltern leben. Die Schafställe sieht man zwar, aber sie liegen unten am Hügel, also nicht direkt an den Häusern.
 
Zunächst sind wir dann in das Haus der Großeltern gekommen, ich muss sagen ein bisschen erschrocken war ich dann doch, das Haus ist sehr sehr alt und es sieht aus, als ob es bei dem nächsten Sturm zusammenfällt. Aber die Einrichtung war sehr gemütlich und auch das Zimmer, in dem ich schlafen sollte, war auf jeden Fall in Ordnung. Es gab dann auch direkt selbst gebackenen Kuchen, gleich 3 verschiedene hatte sie gebacken, lecker :)
Der Rest des Nachmittags war etwas langweilig, weil die Großeltern nicht so viel Englisch sprechen, sie können es zwar verstehen, aber beim sprechen tun sie sich etwas schwer. Vor dem Opa hatte ich erst ein wenig Respekt, weil er wie so ein alter Sturrkopf (Großvater von Heidi) aussieht und beim Kaffee hat er nichts gesagt, nur seinen Kaffee getrunken, Kuchen gegessen und ist dann aufgestanden. Aber beim Abendessen hat er dann auch geredet und er ist eigentlich ein ganz Lieber.
Um den Nachmittag dann rumzukriegen habe ich Fernsehen geschaut und ich habe meine neue Lieblingsserie entdeckt. Um 16Uhr läuft nämlich immer eine Doppelfolge "Sturm der Liebe" auf deutsch mit isländischem Untertitel. Die Handlung trifft zwar nicht so meinen Geschmach, aber es ist echt cool was deutsches zu schauen.
Abends kam dann die Tante, Iris vorbei, sie ist super lieb und immer gut gelaunt. Ich bin dann mit ihr rübergegangen, zu denen, weil sie meinte ich könnte die erste Nacht auch bei ihnen schlafen, da ihre Tochter, Inga (13) nicht da ist. Wir haben dann erst gequatscht und da sie nachmittags Blaubeeren gepflückt hatten, haben wir die dann noch zu Marmelade weiterverarbeitet, wir hatten ziemlich viel Spaß dabei, aber meinen Fingern sieht man sogar heute, vier Tage danach noch an, was ich gemacht habe, irgendwie wollen meine Finger gerne blau bleiben, denn trotz ganz viel Seife, werden die nicht wieder sauber.
 
Samstag Nachmittag wurde ich dann gefragt, ob ich Lust hätte mit zu kommen auf einen kleinen Spaziergang. Der Spaziergang hat sich dann aber in eine sehr sportliche Aktivität verwandelt. Wir wollten eigentlich ihrem Mann nur was bringen, er war nämlich dabei die Schafe von den Hügeln einzutreiben, um die auf die eingezäunten Wiesen für den Winter zu bringen, da aber die Schafe nicht so wollten, wie er, mussten wir kurzer Hand mithelfen. Er ist dann per Pferd losgeritten um die Schafe zu sammeln und wir mussten aufpassen, dass diese nicht wieder weglaufen, bzw. sie langsam zur Wiese treiben. Dies ist aber gar nicht so einfach, wenn plötzlich die Schafe ohne Vorwarnung losrennen und die können sehr schnell rennen, wenn sie wollen. 
Wir sind dann fast ne Stunde hinter Schafen hergerannt und das Hügel rauf, Hügel runter, Hüngel rauf, und so weiter. Zudem musste man noch aufpassen, wo man hintritt, da ab und an mal wieder ein paar Pfützen waren, oder auch gerne einmal ein Loch, was man vorher nicht gesehen hat, weil das Gras so hoch ist. Einmal bin ich voll in ein Loch gefallen, das war richtig tief, der Sohn, Gunnar musste mir dann raushelfen, weil ich da nicht wieder rausgekommen bin, aber dann gings weiter und ich habe ein bisschen besser aufgepasst. Als dann alle Schafe irgendwann zu Hause waren, war ich echt froh, weil das ist echt anstrengend. 
Ein paar der eingetriebenen Schafe!
Der Rest des Wochenendes war ganz entspannt, viel gechillt, gegessen und draussen gewesen, weil die Gegend ist echt schön, nur der Wind ist dort noch stärker, die zweite Nacht hatte ich deswegen auch ein paar Einschlafprobleme. 
Da kann und werde ich hoffentlich auch noch öfter ein Wochenende verbringen.