Montag, 4. November 2013

Reiten

Dich wollen wir leider nicht!
So nach über zwei Monaten, wo ich jetzt hier im so genannten Mekka der Islandpferde wohne, war es Sonntag so weit.
ICH saß auf einem Islandpferd. Nicht nur auf irgendeinem, sondern auf Skjoni. Es ist Jónínas "Pferd", es gehört nicht ihr, aber sie darf ihn reiten, wann immer sie möchte und muss sich im Gegenzug um den Stall und Futter kümmern. Es ist ein ganz liebes Pferd und es hat Spaß gemacht auf ihm zu reiten und ihn zu streicheln. Kennengelernt hatte ich ihn aber schonmal vorher.
Da ist er endlich!
Der Anfang hat sich aber etwas schwirieg gestaltet. Das Pferd war auf der Wiese und leider nicht gerade vorne. Also mussten wir über die komplette Wiese marschieren, bei ca. 10 cm Schnee, ja in Hólar (30km entfernt) liegt so viel Schnee und hier bei mir nichts, ist es nicht so einfach. Als wir dann am hintersten Zipfel der Wiese angelangten, fanden es die Pferde natürlich ziemlich witzig, die beiden deutschen Mädels ein bisschen zu veräppeln und mal schnell zum Eingang der Wiese zu galoppieren. Juhuu!!
Also sind wir wieder zurück gelaufen. Es ist ganz schön anstrengend im Schnee zu laufen. Vorne angelangt sind die Pferde dann zum Glück stehen geblieben und Skjoni hat sich geschlagen gegeben.
Es konnte also aufgesattelt werden.
"Hallo Skjoni"
Ich war zu erst an der Reihe, das Aufsteigen war gar nicht mal so schwierig wie erwartet, auch das drauf sitzen war ganz gemütlich. Jónína hat mich dann ein bischen geführt und wir sind an der Straße entlang geritten. Wir sind sogar auch schneller geritten, was für Jónína aber etwas anstrengend wurde, da sie dann im Schnee rennen musste.
Vorteil für mich, als Jónína an der Reihe war, brauchte ich nicht im Schnee rennen, schließlich kann sie auch alleine reiten und ich konnte stehen bleiben, bzw. langsam hinterherkommen.
Ich muss sagen, ich habe durchaus gefallen am Reiten gefunden, vor allem in einer so schönen Landschaft und im Schnee ist es auch irgendwie cool. Allerdings nicht zu lange, weil bei -10°C Aussentemperatur, wie das Auto auf der Rückfahrt angezeigt hat, wird es doch irgendwann kalt.

Gleich gehts hoch!
Nach dem Reiten haben wir uns schnell ins Warme begeben. Ich habe einen wärmenden Kaffee getrunken, wir haben Muffins gegessen, welche ich mitgebracht hatte und uns die Fotos angeschaut, die wir gemacht haben.
Wo es dann langsam dunkel wurde, bin ich dann nach Hause gefahren, da ich nicht so gerne im Dunkeln hier fahre, weil einem einfach niemand begegnet, wenn man sich zwischen Dörfern und nicht darin aufhält, dies kann ganz schön gruselig werden, finde ich. Als ich gerade den Hügel hoch wollte, habe ich gemerkt, dass ich meine Kamera bei Jónína vergessen hatte. Mist!
Und hopp!
Habe also mitten auf der Straße angehalten, um noch mal in meiner Tasche nachzuschauen, war nix. Blöd, also musste ich umdrehen, ging da grad nicht. Ich wollte dann weiterfahren, aber das Anfahren, auf einer glatten Schneedecke am Berg ist nicht so einfach. Nach zwei Mal Motor aufheulen lassen, habe ich mich dann fürs rückwarts runterrollen entschieden. Gut dass hier einfach kein Verkehrt ist, dann kann man das auch einfach mal ohne Probleme auf der Straße machen.
Nachdem ich meine Kamera abgeholt hatte, ging es dann aber wirklich nach Hause. Zu hause angekommen war es auchdann bereits dunkel.
Bin oben :)
Eigentlich wollte ich nur noch aufs Sofa, weil der Tag war echt anstrengend. Reiten und viel frische, kalte Winterluft machen einen ordentlich müde, aber Siggadora hat uns zum Abendessen eingeladen. Da musste ich natürlich mit, war auch nur zu meinem Vorteil, hätte sonst ja kein Abendessen bekommen :D
Es hat sich aber wirklich gelohnt, es gab leckere Ofenkartoffeln, Süßkartoffeln, Brokkoli und Lamm. Das Lamm hier ist einfach fantastisch, ich denke, dass werde ich am meisten vermissen. 1 Mal die Woche gibt es hier Lamm und ich freu mich immer drauf! Zum Nachtisch gab es dann auch noch lecker Eis mit Schokosauce. Ein richtig gutes Sonntagsessen :)
Das hatte ich mir nach dem Reiten auch verdient.

Ich freu mich auch schon riesig, wenn wir das wiederholen, es ist einfach herrlich hier auf einem Pferd zu sitzen :)

Ich schreibe lieber zu sitzen, als zu reiten, weil reiten kann ich ja (noch) nicht.
Schön!


Für heute ist es genug gewesen!

Mhh :)


Rückfahrt: Hólar

Straße Hólar (eig. schon etwas später, in Hólar war die ganz weiß)


Ankunft in Sauthárkrókur (gut, dass es wo ich wohne doch noch etwas wärmer ist!)

Straße bei mir!














Sonntag, 3. November 2013

Geburtstagsfeier!


Gestern war die bereits erwähnte Geburtstagsfeier von Eymi und Þórgunnur.
Fast die ganze Verwandtschaft sollte kommen, ca. 40 Menschen wurden erwartet. Dementsprechend musste viel vorbereitet werden. Die Muffins, so wie Pizzaschnecken und die Suppe waren bereits fertig, dennoch mussten morgens noch Kuchen und Snacks gemacht werden. Ich habe also den morgen gemeinsam mit Sigga in der Küche verbracht.

Nach dem Mittagessen, was relativ spärlich ausfiel, haben wir dann das Haus aufgeräumt und ein bisschen entspannt, bis dann um 4 Uhr die ersten Gäste langsam eintrudelten. Was heißt um 4 Uhr, wenn man in Island zu 4 Uhr einlädt, ist keiner um 4 Uhr da, hier ist die Pünktlichkeit nicht so wichtig. Die ersten kamen um zehn nach und die letzten um halb 6. Man kommt und geht im Grunde wann man möchte.
Das Essen war als Buffet in der Küche aufgebaut, war auch die einzige Möglichkeit, da es nicht mal genügend Sitzplätze für alle gab. Die ersten hatten Glück und konnten sitzen. Ich habe die ganze Zeit in der Küche gestanden, habe aufgepasst, dass das Buffet immer voll war und Sigga und ich haben zwischendurch immer schnell gespült, da auch nicht genügend Geschirr vorhanden war. Als es etwas ruhiger wurde hab ich mich mit Gunnar (Siggas Bruder von Flatatunga) und Tótis Schwester viel unterhalten, die beiden waren nämlich auch fast die ganze Zeit in der Küche. War auch nur zu empfehlen, da im Wohnzimmer überall Kinder rumliefen, rumschrien und rumkrabbelten. Wie viele es waren, weiss ich nicht, viele!

Später kam auch noch Siggas anderer Bruder vorbei, er wollte aber nur kurz eine Suppe essen und wir haben dann etwas auf deutsch gesprochen, da er sehr gut deutsch kann. Man muss hier echt aufpassen, weil irgendwie können viele zumindest ein wenig deutsch hier sprechen oder verstehen. Auch Leute, von denen man das nicht unbedingt erwartet, also immer vorsichtig sein, bei dem was man sagt.
Alles in allem war der Tag ganz schön anstrengend, auch weil einfach so viele Menschen da waren und ich nur wenige kannte. Aber es war auch schön, neue Leute kennen zu lernen, die mit mir gesprochen haben.
Einen Überblick über die Familie habe ich aber überhaupt nicht. Ich habe keine Ahnung wer zu wem gehört.
Von Siggas Seite ist es sehr einfach, weil da erkennt man direkt, wer die drei Geschwister sind.
Von Tótis Seite dachte ich zunächst er muss viele Geschwister haben, aber heute habe ich gesehen, als wir bei Siggadora zum Abendessen waren, dass sie nur zwei Kinder hat. Tóti und seine Schwester, mit der ich mich gestern viel unterhalten habe, aber deren Namen ich leider vergessen habe. Sie ist erst vor ein paar Wochen hierher zurück gekommen, vorher hat sie eine Zeit lang in Norwegen mit ihrem Freund gelebt.

Woher kamen also die ganzen anderen Leute mit Kindern?
Ich hatte keine Ahnung, also habe ich Eymi gefragt. Der Rest waren Cousinen und Cousins von Tóti, sowie Onkels und Tanten von ihm. Alle die hier in Sauðárkrókur und Umgebung wohnen, sind eingeladen und kommen auch zu Geburtstagen. Die Familie hat einen ziemlich festen Zusammenhalt, nur der Vater von Tóti ist irgendwie nie bei solchen Veranstaltungen da.
Er ist auch ganz komisch, er war in letzter Zeit 2x da, einmal morgens und einmal abends. Wo er morgens da war, wusste ich nicht wer er ist und er ist gekommen, als ich gegangen bin, von daher habe ich mich auch nicht weiter für ihn interessiert. Aber als er abends kam, hatte ich gerade Eymi bettfertig gemacht und ihn vom Badezimmer in sein Zimmer geschoben. Dabei hat er dann geschaut, wer da gekommen ist, weil ich ihn fragte, wer das sei. Er hat dann gesagt, er sei sich nicht sicher, aber es könnte sein Opa sein. Ich fands etwas komisch und fragte, warum er sich nicht sicher sei und dann sagte er, dass er ihn so sellten sieht, dass er nicht weiss, ob er das ist oder nicht. Das fande ich schon ziemlich kurios. Den Opa an sich fand ich auch ganz seltsam, in seiner Anwesenheit habe ich mich ziemlich unwohl gefühlt und ich war froh, als er abends wieder weg war. Er hat auch weder Eymi noch mir Hallo oder Tschüss gesagt, obwohl er uns beide gesehen hat.

Naja, der Rest der Familie, zumindest alle die gestern da waren, sind aber eigentlich alle ganz nett und nicht so komisch.
Dennoch war ich froh, als abends alle weg waren, so eine Stehparty ist doch ziemlich anstrengend und ich finde es auch viel schöner, wenn alle gemeinsam am Tisch sitzen und zusammen essen. Nicht jeder dann, wann er möchte und da wo er möchte.

Heute gibt es auch ein Geburtstagskind in Deutschland, in diesem Sinne, Alles Gute!

Für Franz :)

Samstag, 2. November 2013

Mhh....Muffins :)

Gestern haben wir Muffins gebacken. Ganz viele Muffins!
Da heute der Geburtstag von Eymi und Þórgunnur mit der Verwandtschaft gefeiert wurde, mussten natürlich genügend Muffins da sein.
Deswegen haben wir die doppelte Menge an Schokomuffins gemacht und auch noch mal so viele Max-Muffins. Max-Muffins sind im Grunde Fantakuchen-Muffins nur anstelle von Fanta ist da Max drin. Das ist eine grünliche Limonade, die so ähnlich schmeckt wie Fanta.
Als Eymi von der Schule kam, sind wir zunächst zum Supermarkt gefahren, um Sachen für die Verzierung zu kaufen. Es ging wieder erwarten sehr schnell, bis er sich entschieden hatte, da es fast ausschließlich irgendwelche Prinzessinnen-Deko gab. Also fiel die Entscheidung schnell auf den Dschungel-Streusel-Mix.
Der Mehlpott war schon mal voller!
Mit den Max-Muffins sind wir angefangen, Hjördis hat auch mitgeholfen. Alle waren noch motiviert beim Teig anrühren und genascht wurde natürlich auch. Als die erste Fuhre Muffins dann im Ofen war, haben wir mit dem Schokomuffin-Teig weitergemacht. Da war die Motivation dann nicht mehr so groß bei Hjördis. Sie hat dann lieber den Mehlpott umgeschmissen und danach noch die Milch. Eymi und ich haben dann beschlossen, es wäre vielleicht besser sie ins Wohnzimmer zum spielen zu schicken, fand sie auch gut. Blöd nur, dass sie ihr Milchglas mitgenommen hatte und dieses mal eben auf dem Teppich umgeschüttet hat. Super! Aber ich konnte alles rechtzeitig retten, dem Teppich sieht man nichts mehr an.
Trinkpause
Danach konnten wir in Ruhe den Teig zu Ende fertig machen und dann wurde gewartet, bis alle Muffins fertig und abgekühlt waren. In der Zwischenzeit kam Inga, die Cousine von Flatatunga, welche das Wochenende hier verbringt. Sie hat uns dann bei der Verzierung der Muffins geholfen. Es sind ganz bunte Muffins geworden, da ich noch Lebensmittelfarbe hier gefunden habe, gab es nämlich kurzer Hand auch noch neben weißen roten und grünen Zuckerguss. Leider hat Eymi allen verboten die Muffins zu probieren, da sie ja für heute gedacht waren und dabei sahen die so lecker aus :(
In diesem Fall war es gut, dass das aufräumen bei solchen Aktionen an mir hängen bleibt, als Inga und ich dann die Küche wieder in Ordnung gebracht haben, war ja kein Eymi mehr da. Ausserdem hatten wir so schon Schwierigkeiten, die Muffins ordentlich zu verstauen, also war es sehr gut, dass wir zwei Muffins getestet und somit mehr Platz geschafft haben für den Rest. Sie haben super geschmeckt.
Ich bin auch froh, dass ich gestern einen Schoko-Muffin getestet habe, weil heute schmeckten sie schon nicht mehr so lecker.
Das Salz ist zum Glück nicht verschüttet worden!
Nach drei Stunden Muffin backen, verzieren, essen und aufräumen, war es aber auch gut. Ich muss sagen, ich habe nicht erwartet, dass es soviel Spaß macht, aber auch nicht, dass es so anstrengend wird. Solche Backaktionen können auf jeden Fall noch mal öfter kommen.

Der Geburtstag heute hat mich aber auch schon wieder geschafft, deswegen hör ich jetzt auf und schreib darüber das nächste mal. Das Sofa ruft :D




Inga kam zur Unterstützung

Was ein leckeres Chaos!

Freitag, 1. November 2013

Kranke Kinder!


Da das Wetter jetzt zunehmend kälter wird, bleibt es auch nicht aus, dass die Bazillen zuschlagen. Das kennen wir ja alle.
Bisher war ich hier davon noch ziemlich verschont, bis Mittwoch. Was heisst verschont gewesen, ich persönlich bin immer noch topfit, aber bei den Mädels, da haben sie zugeschlagen.
Mit Schwertern erobert man sich das Ipad zurück!
Ich hatte mich gerade aufs Sofa gelegt, als Tóti plötzlich vorfuhr. Es war verwunderlich, weil wir kurz vorher gegessen hatten und er sagte, dass er nicht vor sechs wieder käme und ich Hjördis vom Kindergarten abholen solle. Als dann die Tür aufging hörte ich sie schon. Er hat Hjördis vom Kindergarten abgeholt, da sie Fieber hatte. Daraufhin hat er auch seine Reitstunden abgesagt und sich um sie gekümmert. Gemeinsam haben sie meinen Platz auf dem Sofa eingenommen und er hat ihr vorgelesen.
Naja, so schlimm war der Verlust meines Sofaplatzes nicht. Ich musste den Platz eh räumen, da ich Þórgunnur von der Musikschule abholen musste. Sie habe ich dann bei Magna, einer Freundin abgesetzt, bin noch schnell eine Postkarte kaufen gegangen und als ich wieder kam, waren beide am schlafen. Ich habe mich ganz ruhig verhalten und bis vier haben sie dann seelenruhig geschlummert. Sie sind nicht einmal aufgewacht, als Eymi kam und er ist nicht unbedingt leise, auch wenn man ihm sagt, er solle sich ruhig verhalten.

Das Ipad war verloren, also ging es wieder ans Lego bauen
Gestern morgen hatte Þórgunnur dann auch Fieber, so dass beide zu Hause blieben. Anfangs haben sie Fern gesehen und gespielt. Mittags dann geschlafen und dann ging der Horror los.
Beide waren natürlich total verdreht und ihnen gings nicht gut. Vor allem Þórgunnur wollte einfach nur nach Mama. Das kennt wohl jeder, wenn er krank ist.
Ich habe mich also mit ihr ins Bett gelegt und sie hat einfach nur geheult, Hjördis hat währenddessen ganz brav "Madita" geschaut. Ich habe auf den Wecker geschaut, nach exakt 53 Minuten Weinen, ohne Pause wohl gemerkt, ist dann endlich Sigga gekommen. Eine Erlösung :)

Auch Ich habe gesiegt. Ich war interessanter als das Ipad :)
Heute war dann nur noch Hjördis zu Hause, das war im Gegensatz zu gestern herrlich. Wir haben morgens erst noch einmal "Madita" geschaut und dann habe ich das Haus auf vordermann gebracht und dabei haben wir laut die Weihnachts-CD von "LazyTown" gehört, auch wenn es dafür eventuell noch etwas früh ist. Sie hat getanzt und gesungen und das Fieber war vergessen. Sigga musste heute nicht soviel arbeiten, deswegen kam sie dann auch nach Hause. Hjördis und Ich haben dann noch etwas mit dem Playmobil Reiterhof gespielt, die Pferde sind letztendlich leider alle vom Trecker überfahren worden und dann bin ich rausgegangen. Ich war bei der Post, habe ein Paket für Eymi abgeholt und bin dann weiter zum Sport gefahren.
Habe mir dort dann eine "Karte" gekauft für das Fitnessstudio so lange ich hier bin. Eine Karte kann man es eigentlich nicht wirklich nennen. Ich habe das Geld auf den Tisch gelegt und dann habe ich eine Nummer bekommen. Diese Nummer muss ich wenn ich komme in ein Buch schreiben und dann darf ich dort Sport machen. Schon komisch irgendwie, aber die sind da ziemlich nett. Nur ich fühle mich wieder wie am Anfang, weil ich von allen dort heute angestarrt wurde, wieder mal bin ich ein unbekanntes Gesicht, was alle anschauen. Das geht hoffentlich auch bald vorbei. Aber die Aussicht ist fantastisch. Die Cardiogeräte stehen direkt vor den Fenstern zur Meerseite. Man kann also aufs Meer und den Hafen schauen. Ich habe auch schon ein Containerschiff beim einparken beobachten können. Entweder ist aber der Hafen hier sehr klein und eng, oder der Kapitän war neu. Es hat genauso lange gebraucht, wie ich trainiert habe und musste auch einmal wieder zurück fahren und neu in den Hafen einfahren. War wohl nicht ganz so einfach.
Ein Nachteil ist nur, dass ich alle Monate heute im Vorraus zahlen musste, deswegen bin ich etwas pleite, ich konnte mir nicht mal mehr Briefmarken leisten :D
Gut, dass ich gleich wieder Gehalt bekomme :)

Als ich wieder kam, hat dann die Muffinbäckerei eröffnet. Was da so abging, könnt ihr morgen hier lesen. Jetzt schaue ich nämlich mit Inga (die Cousine von Flatatunga) einen Film. Sie schläft heute hier.
Und wenn Hjördis jetzt gleich langsam mal schläft, ist sie morgen denke ich auch wieder ganz fit.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Geburtstag


Heute haben wir ein Geburtstagskind hier in der Familie. Þórgunnur ist heute vor 8 Jahren auf die Welt gekommen.
Morgens wurde natürlich direkt gesungen und die Geschenke ausgepackt. Es gab einen neuen Reithelm, Ohrringe, Klamotten und von mir einen Gutschein für einen Schwimmbadbesuch, mal schauen, wann wir demnächst mal schwimmen gehen. Aufgrund des Geburtstages gab es heute morgen auch ausnahmsweise kein Haferschleim, es gab Schokocornflakes :) Da hab ich mal direkt zugeschlagen.

Gegen neun bin ich dann mit zur Schule gefahren, weil die 6. Klässler haben ihre Eltern eingeladen, um ihnen zu zeigen, was sie in Kunst, Textil und Werken gemalt, gebaut oder gemacht haben. Der Werklehrer hat mich dann angesprochen, ich hatte ein etwas mulmiges Gefühl, weil er wirkte schon so komisch, er wollte dann von mir wissen, was ich denn hier zu suchen hätte. Wie eine Mutter sehe ich also noch nicht aus, gut :)
Ich habe ihm dann erklärt, dass ich das Aupair von Eymi bin, ich weiss nicht, ob er das so verstanden hat, der hat mich die ganze Zeit noch weiter beobachtet. Erst als es dann Kuchen und Saft gab und ich neben Sigga stand, hat er nicht mehr ganz so doof geschaut.
Was das wohl wird?

Ab in den Ofen!
Danach habe ich Muffins für Nachmittags gebacken. Es sind Schokomuffins geworden. Eigentlich wollte ich danach mal das Fitnessstudio testen, aber da ist nichts draus geworden. Eymis Physiotherapie ist ausgefallen und somit ist er zwei Stunden eher nach Hause gekommen. Das wird also auf morgen verschoben werden müssen. Meine Tasche ist aber schon gepackt!

Lecker :)
Nachdem Þórgunnur von der Schule kam, wurde erst mal der neue Reithelm getestet. Ein Geburtstagsritt mit Papa stand an. Er hat sich extra heut Nachmittag dafür frei genommen. Danach hatte sie noch ein Vorspiel von der Musikschule, sie musste Klavier und Querflöte vorspielen. Ich fange jetzt auch an Klavier zu spielen, jeden morgen übe ich ein wenig hier, mal schauen, was da so bei mir rum kommt nach einem Jahr.
Als sie dann vom Vorspiel wieder zurück waren, gab es meine Muffins. Oma Siggadora ist auch mitgekommen. Þórgunnur hat sich sehr gefreut und alle fanden sie super lecker. Freitag backe ich dann nochmal welche, gemeisnam mit Eymi. Dann wird es aber eine Massenproduktion. Samstag kommen nämlich ca. 40 Familienmitglieder, um Eymis und Þórgunnurs Geburtstag zu feiern. Sigga bereitet auch schon langsam immer wieder was vor. Ich bin gespannt, was das Samstag wird, irgendwie habe ich auch noch die Befürchtung, dass das Haus platzen wird. Mehr als eine Stehparty ist eigentlich nicht drin, bei der Anzahl an Personen :D
Ich lass mich überraschen.

Gleich gibt es isländische Fleischsuppe, von mir zubereitet, mal schauen, wie sie ankommt. Mir persönlich schmeckt die Suppe nur so naja, aber sie mögen sie gerne und ich ess die auch, aber ich steh einfach nicht so auf klare Suppen. Ich hoffe sie kommt gut an, denn gestern Abend ist das Abendessen total in die Hose gegangen.
Dabei musste ich nur Nudeln machen.
Aber letztemal, als ich Nudeln machen sollte, habe ich viel zu viel gemacht und Sigga sagte zwei Tassen Nudeln reichen normalerweise. Also habe ich gestern nur zwei Tassen Nudeln gekocht.
Nix da, das reicht überhaupt nicht.
Gut, dass Sigga nicht da war, sie hätte wahrscheinlich nicht so locker reagiert. Die Kinder haben also Nudeln gegessen, Tóti hat noch für jeden ein Spiegelei gebraten und wir haben dann Brot gegessen und danach, als die Kids die Küche verlassen hatten, hat er noch Donouts aus seiner Tasche geholt, die wir gegessen haben. Irgendwie ganz schön fies, die Kinder sollen nicht so ungesund essen und Tóti bringt immer Donouts oder ähnliches mit, dass wir dann abends essen.
Zum Glück hatten wir aber gestern auch richtiges Brot zu Hause, sonst hätte ich noch hungrig ins Bett gehen müssen. Tóti fand es auch alles überhaupt nicht schlimm, ich hatte ein etwas schlechtes Gewissen, deswegen habe ich ihm dann auch gesagt, er könne ruhig zum Basketball gehen. Eigentlich wäre er nicht gegangen, da ich nur einmal die Woche Babysitten muss und das wäre dann gestern eigentlich das zweite mal gewesen, da ich diese Woche noch einmal muss. Wenn ich aber eh zu Hause bin, kann ich die Kids dann auch ins Bett bringen, das finde ich dann nicht so schlimm. Es ist zwar schon ganz schön anstrengend, aber hey. Habe gestern abend mir dann eine Decke geholt und mich neben Eymis Bett gelegt und wir haben zusammen Chip und Chap als Hörbuch gehört. Ich musste nur aufpassen, dass ich nicht auch einschlafe.
Bin ich auch nicht :), habe mich danach aufs Sofa gelegt und gelesen.
Tóti hat sich gefreut, dass er zum Basketball konnte und hat mich abends noch auf ein Bier eingeladen, aber ich habe dankend abgelehnt, konnte auch so gut schlafen.


Sonntag, 27. Oktober 2013

Sind alle Uhren umgestellt?

Bei euch war letzte Nacht mal wieder die nervige Uhrumstellung, von der Sommer- zur Winterzeit. Ich hoffe ihr habt keine Uhr vergessen und habt die Stunde mehr Schlaf genossen. Nur noch einmal zur Info, jetzt ist es nur noch eine Stunde Unterschied zwischen Deutschland und Island ;)

Wie ich gestern ja bereits erwähnt habe, war ich nachmittags mit Salome unterwegs. Wir sind gemeinsam nach Akureyri gefahren und haben dort einen schönen Tag verbracht.
Die Hinfahrt war ziemlich verrückt.
Hier in Sauðárkrókur hat es zwar letzte Woche etwas geschneit, aber es ist nichts liegen geblieben und meistens hat sich der Schnee auch im Laufe des Tages in Regen gewandelt, aber auf der Fahrt gab es stellenweise richtig viel Schnee.
Schon nach 20km waren die meisten Felder weiß, aber es lag nur etwas Schnee. Dann aber ungefähr in der Mitte des Weges war alles weiß. Es lag durchaus 5-6cm Schnee und die Straßen wurden richtig mit Schneeschiebemaschinen geräumt. Es war einfach alles weiß.
Der Boden, die Felder, die Berge und auch der Himmel, man konnte keinen Unterschied mehr erkennen. Wir sind einfach nur in das Weiße gefahren. Anhand der Fotos erkennt ihr ja, wie es ausgesehen hat. Alleine, ohne Salome im Auto und ohne andere Autos auf der Straße hätte ich durchaus Angst gehabt.
Später in Akureyri war dann wieder nichts. Wir sind sozusagen vom Herbst in den Winter und weiter in den Herbst gefahren. Das war krass.
Sigga sagte noch, dass wir vorsichtig fahren sollen, weil es glatt werden könnte. Konnte ich erst nicht verstehen, da so wie es hier aussah, ich damit nie gerechnet hätte. Aber nun weiss ich, wie unterschiedlich das Wetter hier sogar auf so kurzer Distanz ist.

In Akureyri angekommen, haben wir einen großen Stadtrundgang gemacht mit Zwischenstopps in einigen Souvenierläden.
Nach drei Stunden laufen, taten uns unsere Füße dann auch so langsam weh und die Beine wurden schwer, sodass wir beschlossen etwas zum Kaffee zu Essen. Wir haben uns dann in den Bücherladen mit integriertem Café gesetzt. Zum Glück waren wir noch rechtzeitig da und konnten einen kleinen Tisch für zwei ergattern, denn danach war alles besetzt und es kamen noch so einige auf der Suche nach einem Plätzchen.
Nach der Erholungspause haben wir noch den Hof angeschaut und sind dann wieder durch den Winter in Richtung zu Hause gefahren.
Es war ein schöner, aber auch anstrengender Tag in Akureyri und ich konnte abends gut schlafen.

Heute wurde ich dann wiedermal um halb acht geweckt, aber ich habe mich geweigert wach zu werden und bin einfach noch bis zehn liegen geblieben und habe versucht mir einzubilden, dass ich schlafe :D
Dann wurde es plötzlich hektisch, Hjördis hat mich um viertel nach zehn gefragt, ob ich mit ihr zur Sonntagsschule gehen möchte und ich habe ja gesagt, ohne darüber nachzudenken, dass sie um elf anfängt. Somit musste ich schnell frühstücken und duschen. Eindeutig zu viel für einen eigentlich entspannt geplanten Tag. Die Sonntagsschule war witzig, ganz viele kleine unruhige Kinder, die die ganze Zeit gesungen haben. Auch zwei Geschichten wurden vorgelesen, ich habe sogar verstanden, worum es ging, manche Lieder habe ich ebenfalls erkannt.
Nach der Sonntagsschule haben wir dann in der Bäckerei für jeden einen Muffin gekauft, den es dann nach dem Mittagessen gab :)
Nachmittags habe ich entspannt, bevor gerade der Hammer kam.
Ich wusste ja, dass ich babysitten soll, weil Sigga Messe halten muss. Aber plötzlich waren hier doppelt so viele Kids. Die Kids von Iris und Gunnar waren nämlich auch hier, da Iris in der Messe singen musste. Gut dass die Kids 14, 11 und 7 sind, sodass sie keine Anstrengung darstellten. Das Problem war einfach nur, dass sie ja nicht ins Bett mussten, aber Hjördis trotzdem ins Bett sollte. Es ging gar nicht.
Ich habe es schon vor mir hergeschoben, aber um viertel vor neun, sollte eine 3-jährige eigentlich langsam schlafen, also habe ich mein Glück versucht, aber bin kläglich gescheitert.
Vor 10 Minuten kamen Sigga und Iris wieder und alle waren noch hellwach und aufgedreht.
Sigga hat mich dann erlöst und sagte, jetzt kümmert sie sich um die Kids und ich solle ruhig aufs Sofa gehen. So langsam, nach einigen Machtworten kehrt auch Ruhe ein.
Ich werde auch gleich schlafen.
Gute Nacht!



Samstag, 26. Oktober 2013

Was lange währt wird endlich gut :)



Endlich!!!!!
Nach langem Warten, durfte ich gestern endlich mein Paket von Mama und Papa bei der Post abholen. Es war ein schönes Gefühl und als ich losgegangen bin, hat es sogar aufgehört zu regnen und das Wetter ist tagsüber richtig schön geworden.
Seit ca. 3 Wochen habe ich gewartet, gehofft und gebangt. Wer weiss, wo das Paket in den letzten vier Wochen überall so war. Es hat wahrscheinlich erst mal eine Europareise gemacht, bevor es auf dieser Insel gelandet ist. Nun ist es aber da und ich habe mich sehr gefreut. Mein Süßigkeitenvorrat ist wieder aufgestockt worden und kalte Füße bekomme ich nun auch nicht mehr. Danke!

Danke :)
Nachmittags war hier vielleicht was los. Es war Farmersday und im Supermarkt haben alle Bauern aus der Umgebung ihre Produkte vorgestellt, es gab ganz viel zu probieren, Kaffe und Kuchen und alle Milch und Fleischprodukte waren ganz günstig. Das war sehr interessant und auch lecker, aber auch etwas beängstigend, weil so viele Menschen habe ich noch nie im Supermarkt gesehen. Es war so voll und die Leute kamen von überall. Ich musste sogar an der Kasse anstehen, wie in Deutschland, das habe ich hier auch noch nicht wirklich erlebt, mehr als 2 Leute hatte ich noch nie vor mir :D

Gestern Abend habe ich den Film "Hugo Cabret" geschaut, es ist ein sehr schöner Film, also wer an einem kalten Herbsttag langeweile hat, den Film kann man sich gut anschauen. Er lief hier gestern im Fernsehen und hat mir gut gefallen.

Mehr Zeit habe ich jetzt aber gar nicht zum bloggen, da Salome jeden Moment vorbei kommt. Wir fahren heute gemeinsam nach Akureyri und machen uns dort einen schönen Tag. Das Wetter ist optimal, die Sonne scheint herrlich und Sigga sagte gerade schon, dass man durchaus ein Foto von den Bergen machen könnte und behaupten, wir wären in der Schweiz, so schön leuchten die schneebedeckten Berge in der Sonne heute.

Ich hoffe in Deutschland habt ihr auch einen schönen Herbsttag :)