Donnerstag, 15. Mai 2014

Los geht's


Ich schreibe nochmal schnell, bevor ich mich erst einmal für ein paar Tage wieder nicht melden werde.
Gleich geht es nämlich für mich Richtung Nordosten nach Þórshöfn. Es ist ein kleines Dorf am Rande von Island.
Gut, dass ich morgen frei bekommen habe, sonst würde ich wahrscheinlich nie in diese Ecke kommen, Touristen verirren sich dort glaube ich auch eher weniger hin, aber nach dem Wochenende mehr über das Wochenende.

Heute gab es noch eine Überraschung für mich. Im Grunde zwei, aber eine war negativ.
Es streiken jetzt nämlich die Lehrer der Árskoli (1.-10.Klasse), also dort wo Eymi und Þórgunnur sind. Somit war heute morgen aufpassen angesagt, aber da Eymi gestern nach Flatatunga gefahren ist und dort bis heute abend ist, war nur Þórgunnur da. Wir sind dann schwimmen gegangen, für mich ist es mittlerweile echt zu warm. Bei minus Graden konnte ich problemlos ne Stunde im Hotpot verbringen, jetzt bei 7°C wird es mir doch nach einer halben Stunde zu heiß und ich muss mich draussen auf die Bank setzen zum abkühlen oder ins Schwimmbecken, damit mein Kreislauf nicht versagt. Anna Karen ist auch mitgewesen und so ging der Morgen ganz fix rum.
Als wir dann zurück kamen, war die schöne Überraschung da. Es gab wieder einen Paketabholschein für mich, also bin ich schnell zurück ins Auto gehopst und zur Post gedüst. Dort hat ein ganz süßes Paket auf mich gewartet :)
Den Inhalt konnte ich auch gut gebrauchen und es wird auf meinem Wochenendtrip direkt benutzt. Fotos davon gibt es beim nächsten Mal, meine Kamera mit den Bildern ist ebenfalls schon in der Tasche.
Danke für das Paket!

Sonst war diese Woche wie jede andere. Ich habe gearbeitet, isländisch gelernt, geskypt, war beim Sport, war Kaffee trinken in der Bäckerei(mein Konsum ist in letzter Zeit unerklärlicherweise zurück gegangen, ich habe Hoffnung meine Kaffeesucht in den Griff zu bekommen :D) und habe getan wozu ich Lust hatte.
Nur eins hat sich diese Woche verändert! Jónína ist nicht mehr da. Sie ist gestern für 2 Wochen zu ihrer Freundin nach Kanada geflogen und wenn sie wieder kommt, wohnt sie auch nicht mehr in Hólar, sondern auf einer Farm in der Nähe von Akureyri. Also nicht mehr so nah, wie vorher, aber immerhin wohnt sie noch nicht in Reykjavík :)
Ganz viel Spaß in Kanada :) und bring Sonne mit, hier ist es seit gestern bewölkt und ab un zu regnet es immer mal wieder, die Prognose fürs Wochenende sieht auch nicht besser aus. Mal abwarten, vielleicht ändert es sich ja noch. Hoffentlich!!
Laut Wetterbericht soll es auch nächste Woche wieder schneien. Das kann doch wohl nicht deren Ernst sein. Meine Wintersachen sind schon im Koffer!!

Nun aber genug für heute, es kann nämlich sein, dass ich jeden Moment abgeholt werde von der Verwandten von Fenjas Gastfamilie, die zufälligerweise hier im Ort wohnt. Ich hoffe die Fahrt wird ganz angenehm, es liegen nämlich gleich 5 Stunden Auto fahren vor mir.

Euch allen ein schönes Wochenende mit hoffentlich besserem Wetter!

Mittwoch, 14. Mai 2014

Ein fast normaler Samstag


Ich, Jónína und Kata
Am Samstag bin ich aufgestanden und dachte mir, heute wird ein schöner, entspannter Tag. Nachmittags wollte ich zu Jónína, da sie Geburtstag hatte und dann stand abends ja das große Eurovision-Finale an.
Wie es nun mal hier auf dieser Insel ist, hat mir dann die Spontanität der Isländer einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, es ist aber auf keinen Fall negativ gemeint, ganz im Gegenteil ;)
Es war ein sehr schöner Tag.




Im Grunde fing es schon am Freitagabend an. Óskar hatte mich eingeladen vorbei zu kommen, um in Jónínas Geburtstag rein zu feiern. Sie wusste natürlich nichts davon und war leicht überrascht, als ich plötzlich an der Tür klopfte. Um zwölf gab es dann leckeren Kuchen und wir haben noch lange zusammen gesessen. Hier hat es dann angefangen, dass mein Wochenende komplett ins planlose verlaufen ist, wir saßen nämlich ganz schön lange zusammen. Auf dem Rückweg kam die Sonne schon wieder hervor und die Vögel haben für mich gesungen und es war doch erst zwei Uhr :D
Eigentlich wollte ich dann morgens schon früh zum Sport, daraus ist aber aufgrund vom länger schlafen nichts geworden, sodass ich mich um halb 11 ganz schön spurten musste, da ich um 2 babysitten musste und auch noch einkaufen wollte.
Dieser Plan wurde aber direkt wieder umgeworfen, denn es kam erneut ein Anruf von Óskar. Er hat mich gebeten um 12h zu ihm zu kommen, natürlich habe ich zugesagt, schließlich hat Jónína nur einmal mit mir zusammen auf Island Geburtstag. Nun stand ich aber da. Wohin sollte ich gehen? Nur zum Supermarkt, dann für ne halbe Stunde wieder hierhoch und dann runter. War irgendwie alles blöd, also bin ich nur ganz kurz zum Sport gegangen, dann schnell zum Supermarkt, dass musste ich unbedingt, da ich noch Sachen für Jónínas Kuchen brauchte, der auch noch gebacken werden musste und dann zu Óskar. Dort musste ich mich dann umziehen, weil ich wollte nicht unbedingt im Sportdress weggehen.
Lecker :)
Im Nachhinein, hätte ich locker noch nach Hause gehen können, oder länger beim Sport bleiben können, oder sonstwas, da sich die Isländer natürlich nicht wie ich, an die angesagte Uhrzeit von Óskar gehalten haben. 35 Minuten später wurden wir dann abgeholt und wir sind mit ein paar Leuten Mittagessen gegangen.
Dann musste ich mich aber wirklich spurten, gut das Jónatan mich nach Hause gefahren hat, sonst wäre es ganz schön eng geworden.
Zu hause angekommen, waren die Kids auch schon alleine und mein Handy hat gerade geklingelt, weil Sigga wissen wollte, ob ich nun zu Hause bin und ja, ich wars :)
Nun hatte ich 2 Stunden, um ein bisschen Zeit für mich zu haben, mein Zimmer auf Vordermann zu bringen und noch schnell den Kuchen zu backen. Hat auch alles gut geklappt, mit einer kleinen Verspätung von 15 min war ich wieder zum Kaffee bei Jónína. Dort haben wir den Tag verbracht, bis der ESC anfing, den wir uns natürlich angeschaut haben. Das isländische Ergebnis fande ich auch sehr positiv, viele Isländer hätten sich mehr erwartet, aber sie waren immerhin besser als Deutschland, wobei ich das Lied auch nicht so schlecht fande, wie es abgeschnitten hat.
Mittagessen :)
Die Gewinnerin hat den Sieg meines Errachtens nicht unbedingt verdient, als Person auf jeden Fall, so süß, wie sie sich jedesmal gefreut hat, aber ich fande es gab bessere Lieder. Mein absoluter Favorit war die niederländische Band, sie haben den Sieg ja leider nur leicht verfehlt. Immerhin ein guter 2. Platz.
Nach dem ESC ging es dann weiter nach Petur, wo wir noch ein bisschen gefeiert haben. Es ist immer wieder witzig zu sehen, dass manche Isländer einfach mal ihren Papa mit zur Party bringen. An Silvester war auch ein Papa dabei, irgendwie kann ich mir das in Deutschland nicht wirklich vorstellen, aber hier ist es wohl etwas normaler :D
Später ging es noch in die Disco, da war ESC-Party, aber irgendwie kannte ich die ganzen Lieder nicht. Es waren nicht nur isländische Beiträge der letzten Lieder, sondern aller Länder, die Isländer kannten fast alle Lieder und sie haben mich immer ganz irritiert angeschaut, wenn ich sagte, ich kenn das Lied nicht. Sie fanden es auch sehr erschreckend/amüsant, als ich ihnen sagte, dass ich wohl dieses Jahr das erste Mal den kompletten Contest von vorne bis hinten bewusst angeschaut habe. Aber ich habe trotzdem einfach getanzt, ich bin es ja bereits gewohnt, dass ich die Lieder die gespielt werden nicht kenne. Ganz schlimm ist es immer, wenn isländische Bands spielen, wie im September oder an Ostern, da kennt und versteht man einfach nichts. Obwohl ich an Ostern schon einiges mehr verstanden hatte und auch schon einige isländische Schlager kannte :D

Das war mein fast normaler Samstag. Der Sonntag war dann dementsprechend auch hinüber, weil einiges an Schlaf nachgeholt werden musste. 


Áfram Ísland!
 

Samstag, 10. Mai 2014

Vom riesigen Eurovisonshype...


Morgen ist es soweit, es steht mal wieder der alljährliche Eurovision Songcontest an.
Hier sind alle ganz aufgeregt. Bin ich aus Deutschland gar nicht gewöhnt. Ich wüsste auch nicht einmal, ob ich jemals den ganzen Contest komplett angeschaut habe, hier wäre es undenkbar.

Hier mal ein witziger Beitrag von Hape Kerkeling über Island beim ESC:



Für die Isländer ist dieser Wettbewerb sehr wichtig, da sie ihr geliebtes Land vertreten präsentieren dürfen, auch wenn bislang nicht so erfolgreich. Zweimal haben sie bereits einen 2.Platz erreicht und sonst, wenn sie ins Finale gekommen sind, blieben sie meist auf den hinteren Rängen.
Das größte Problem war vor allem bis zur Regeländerung, dass einfach wirklich keiner den Text verstehen konnte. Die meisten anderen Länder konnte man auch in einigen anderen Ländern verstehen, aber isländisch hat einfach keine Ähnlichkeit mit einer andern Sprache, wie zum Beispiel italienisch und spanisch.
Trotz der bisland eher mittelmäßigen Erfolge, freuen sich hier immer alle auf dieses Event. Es gibt Eurovisionspartys in fast jedem Ort, Eurovisionsrabatte in den Geschäften und es gibt sogar eine Fernsehsendung über den Eurovisionscontest. In dieser Sendung wurden an jedem Sonntagabend immer die Songs der anderen Länder vorgestellt und dann haben 5 berühmte Menschen aus dem Musikbuisness darüber diskutiert und diese beurteilt. Deutschland hat dabei mittelmäßig abgeschlossen.
Einer der Favoriten waren die Niederlande, ich finde das Lied auch echt super. Im allgemeinen hatte ich früher immer das Gefühl, die Lieder sind alle eher mittelmäßig und fande viele auch echt langweilig, aber dieses Jahr sind wirklich viele gute Lieder dabei, die ins Ohr gehen, das könnte morgen echt spannend werden.
Die Kids singen auch die ganze Zeit schon die Lieder und sind ganz aufgeregt. Es werden auch ständig wieder die Halbfinale angeschaut. Echt süß und die Fähnchen sind auch bereits rausgeholt worden.

Dieses Jahr geht die Spaß-Punkband Pollapönk für Island ins Rennen.
Meine Meinung zu dem Song: Er ist witzig! Ich finde es schön, den Song zu hören und singe immer mit und habe Spaß, vor allem beim Auto fahren kann man ihn gut hören.
Die Isländer sind etwas geteilter Meinung über den Song und ich kann sie gut verstehen. Der Song ist kein Knaller, er hat nicht wirklich eine Melodie und geht überwiegend durch das Lalala ins Ohr und die Kids können ihn gut mitsingen, ansonsten steckt da nicht so viel musikalisches Können drin. Die Band besteht aus 4 Kindergärtnern und Vorschullehrern in bunten Jogginganzügen, die Musik für Kinder und Eltern machen, meist mit der Message "Toleranz". Auch der Song beim ESC betont ganz klar ihre Message, übersetzt bedeutet er "Keine Vorurteile":
Den Song kennt jeder hier und die meisten finden ihn auch nicht schlecht, das Problem ist nur bei einem europäischen Vergleich, können sie mit ihrem Auftreten und dem nicht so anspruchsvollen Song schnell als Lachnummer enden. Dies finden die Isländer natürlich gar nicht gut, vor allem, da es in diesem Land so viele wirklich gute Musiker gibt, welche man dorthin schicken könnte und die wirklich erfolgreich sein könnten. In Island ist die Musikszene einfach so populär und so gut, dass viele eher kritischen bei dem diesjährigen ESC sind.
Islands Musikszene darf man nicht unterschätzen, zu den erfolgreichsten internationalen Künstlern gehören unter anderem Björk, Sigur Rós, Amiina, Emiliana Torrini, Ásgeir Trásti, Of Monsters and Men und die Rockband Kaleo.
Aber man muss auch sagen, dass natürlich die Isländer ebenfalls wie in Deutschland selber entschieden haben, welcher Act ihr Land vertritt, also brauchen sie sich nun auch nicht zu schämen.
Am Dienstag war es schon ganz spannend, Island ist erst als letzter ins Finale gekommen. Zu dem Zeitpunkt haben wohl nur noch die Wenigsten damit gerechnet, da zum Beispiel auch noch der starke Konkurrent Portugal unter den Verbliebenen war, aber Pollapönk hat es geschafft, vielleicht gerade durch ihre witzige und leichte Art.

Hier könnt ihr euch auf morgen Abend einstimmen und euch den isländischen Beitrag schon einmal anschauen, für alle (wahrscheinlich wirklich fast alle :D), die das Halbfinale verpasst haben:

 


Donnerstag, 8. Mai 2014

Spaziergang + letzter Schultag

Spaziergang

Einige Fotos vom heutigen Spaziergang ;)


Bei windigen 5,9°C wird natürlich draussen Sport gemacht!

Löwenzahn - überall!!!

Der Sommer kommt -> die Polizei bekommt einen neuen Anstrich

und überall im Ort ist 35-Zone :-/






diese Pflanze wächst auch überall







Heute war mein letzter Schultag!
Ich muss zugeben, irgendwie war ich froh, weil es echt nicht so pralle war, drei mal die Woche morgens 90 Minuten in der Schule zu sitzen, wo ich das meiste nicht verstanden habe, bzw. Gedichte und Texte analysiert habe, was mich sprachlich gesehen nicht wirklich hilfreich war.
Jetzt habe ich wieder morgens gaaaaanz viel Zeit, aber auf der anderen Seite war es auch traurig. Vor allem für Þórgeður, meine Lehrerin, am Ende jeder Stunde haben wir meist noch ein bisschen geredet, auf isländisch natürlich, weil es ihr so Leid tat, dass ich keinen richtigen Sprachunterricht bekomme, bzw. in der Fárskólinn nur einen unter Niveau. Heute hat sie mir noch einmal gesagt, dass ich die wohl beste Schülerin war, die sie seit langem hatte. Ich hatte auch die meiste Anwesenheit in diesem Kurs, aber das ist normal in Island, die Noten werden nämlich nur durch Prüfungen und Tests zusammengestellt. Für jede Unterrichtsstunde gibt es eine Zusammenfassung in einem schulinternen Onlineportal, wo dann auch Aufgaben stehen, welche die Schüler bearbeiten müssen und dann hochladen. Der Sinn steckt vor allem auch im Winter dahinter, dass es einfach für Schüler von weiter entfernten Farmen manchmal ganz schön schwirieg, bzw. unmöglich ist zur Schule zu kommen. Der negative Aspekt ist natürlich, dass einige Schüler gar nicht kommen, bei mir im Kurs, war ein Junge nur ein einziges Mal da, oder sie recht unregelmäßig kommen.
Auch ist natürlich die Motivation bei 16-/17- jährigen nicht die Größte, wie jeder aus eigener Erfahrung weiß, sodass ich schon ein bisschen aufgefallen bin.
Ich will ja nicht wie ein Streber klingen, aber ich war einer :D
Manchmal fande ich es selber schon doof zu sagen, ich bin fertig und der Rest des Kurses hat noch nicht einmal nen Satz geschrieben, da sie lieber mit dem Handy zocken, aber mir war/ist es schließlich wichtig die Sprache zu lernen und auch das Analysieren von Gedichten hat meine Wortschatz und Satzbau doch ein bisschen voran gebracht. Auch wenn ich echt keine Ahnung habe, wann und wo ich Wörter wie personaler Erzähler, Alliteration, erzählte Zeit, etc. jemals benutzen soll.
Þórgeður und die Schulleiterin setzen sich jetzt aber sogar dafür ein, dass mir der Kurs richtig angerechnet wird und ich einen Schein/Dokument dafür bekomme, wenn das klappt wäre es echt cool, weil der wirkt dann noch besser, als nur von einem Sprachkurs, schließlich habe ich dann Punkte gesammelt. Hier muss man eine gewisse Anzahl an Punkten in der weiterführenden Schule sammeln, um studieren zu dürfen, aus diesem Grund, hängt es auch von jedem selber ab, wie lange er diese Art von Schule besucht, manche erreichen die Punktzahl schneller, andere nicht so schnell. Der Normalfall ist 2,5 Jahre, es gibt aber auch Streber, die es in 1,5 Jahren machen. Maximal kann man glaube ich 4 Jahre die Schule besuchen. Falls ich also Bock hätte, könnte ich jetzt weiter da zurs Schule gehen und wenn ich dann die Punktzahl erreicht habe, könnte ich als "isländischer" Student studieren und wäre somit kein ausländischer Student mehr. Aber ich glaube es sind noch zu viele Punkte die ich erreichen müsste :D
Aber in wie weit sie mir das anrechnen können muss noch entschieden werden. Daumen drücken!
Nach der Stunde habe ich Þórgeður noch eine Schachtel Pralinen als Dankeschön für ihre Mühen und Unterstützung gegeben und sie war so süß. Sie hat mich dann umarmt und hatte ganz feuchte Augen, dass war echt schön.

Dienstag, 6. Mai 2014

Wieder da :)

Nach drei mehr oder weniger langen Wochen habe ich mein Handy wieder :)
Es hat nach einigen Komplikationen dann dank Òskar doch geklappt, dass sich mein Handy wieder an meiner Seite befindet.
Zum Schluss war ich wirklich schon kurz davor selber nach Reykjavìk zu fahren, um mir mein Handy wieder zu besorgen, aber dann kam mein Erlöser.
Mich hat es am Ende der drei Wochen schon gar nicht mehr gestört, irgendwie war es sogar ganz angenehm ohne Handy. Für mich hatte es auch nur Vorteile, weil Sigga mich dann zum Beispiel nicht erreichen konnte, wenn ich unterwegs war, um mir zu sagen, dass ich eher zu Hause sein muss, da zum Beispiel die Schule eher aufhört oder sie sonst keinen Babysitter haben.
 
Auf der anderen Seite habe ich aber auch gemerkt, wie abhängig man doch unbewusst vom Handy ist. Nicht weil ich mich ständig unwohl oder alleine gefühlt habe, sondern weil ich nicht wusste was ich tun sollte, wenn es zum Beispiel nur noch 5 Minuten bis zum Essen oder bis zum Rausgehen waren. Sonst greif ich in solchen Momenten zum Handy und mach irgendwas, aber das konnte ich nicht, also lag ich in diesen Minuten meist einfach auf meinem Bett, es sei denn mein PC war an und ich konnte da noch mal kurz was machen.
So ist das mit der Abhängigkeit, aber jetzt wo ich es wieder habe, ist mein Leben auch nicht so viel besser :D
Wie zu erwarten, wurde mein Handy dann auch dank What's App relativ schnell wieder ausser Gefecht gesetzt. Kein Wunder wenn in der Cliquengruppe (Rekord!) schon allein 441 neue Nachrichten auf mich warteten.

Samstag habe ich mich wie im Urlaub gefühlt!
Es hat den ganzen Tag die Sonne geschien und nachdem ich ausgiebig ausgeschlafen habe und mir ein leckeres Frühstück gegönnt hatte, ging es ab auf die Terrasse.
Mist, im Mai schon so warm, was soll ich nur im Sommer machen :D
Ich habe die Gartenmöbel ausser Garage geholt, mir mein Kissen, meinen Lopapeysa, meine Decke, meine Sonnenbrille und mein Buch geschnappt und bin nach draussen gewandert. Dort habe ich es mir von 11h bis 18h gemütlich gemacht, die Sonne genossen, gelesen und geschlafen. Zwischendurch habe ich mir Wasser, Kaffee, Obstsalat und Kuchen geholt, um nicht zu verhungern.
Mein Buch habe ich zur Hälfte durchgelesen und wenn die Sonne komplett wolkenfrei war, konnte ich meine Jogginghose sogar hochkrempeln und es mir in Top gemütlich machen. Es waren zwar nur 14°, aber windstill und die Sonne ist hier echt extrem warm und auch stark. Ich habe keinen Sonnenbrand bekommen, aber die ersten laufen hier schon mit Sonnenbrand rum. Tóti cremt sich morgens auch immer schon mit Sonnencreme ein, also die Sonne hier ist nicht zu verachten, vielleicht komme ich ja doch noch braun gebrannt nach Hause :D
Zwischendurch kam Sigga auch noch raus, um mit mir einen HealthyHigh zu trinken. Ist ein sch**** Name, ich weiss, keine Ahnung wer sich den ausgedacht hat, aber sie hat sich einen neuen Mixer gekauft. Dieser ist speziell für gesunde Drinks und heißt HealthyHigh. Seitdem sie sich das Teil gekauft hat, gibt es jetzt jeden Mittag für uns drei Erwachsenen einen Drink, mal mehr mal weniger lecker. Ich muss den auch nicht trinken, aber die sind echt wohl gesund, mit viel Spinat und Gemüse und ohne Zucker und so, also trinke ich auch immer ein Glas. Heute gab es Apfel-Spinat-Mango-Ingwer, der war echt lecker. Am Samstag gab es was mit Rotebeete und ganz viel Ingwer, das fanden wir beide nicht so lecker, überwiegend, weil er so scharf war.

Freitag, 2. Mai 2014

Die Grippe


Nun ist es auch bei mir so weit. Die Grippe ist hier ausgebrochen.
Bislang war ich immer super froh, dass bis auf Erkältungen die Kids nie krank waren, vor allem, wenn ich dann hörte, wie oft Jónína kranke Kids hatte, bzw. sie selbst und die ganze Familie im Grunde flach lag.
Aber das ist nun vorbei, seit Mittwoch liegt Þórgunnur flach. Sie hat Kopfschmerzen, Fieber und ab und an muss sie sich übergeben. Heute ist mit Abstand der schlimmste Tag bei ihr, also noch nicht wirklich Besserung in Sicht.
Diese Nacht fing dann auch Tóti an, er hat sich im Laufe der Nacht aufs Sofa einquartiert um die anderen nicht zu stören.
Ich habe davon nichts mitbekommen, habe tief und fest geschlafen, aber Sigga hat es mir heute morgen erzählt. Trotzdem musste er arbeiten, da an der Uni heute Prüfungen waren und Tóti heute auch welche gestellt hat, als er wieder kam, ging es aber dann direkt ins Bett.
Ich war beim Sport, heute stand Tabata auf dem Programm. Ich hatte erst etwas Angst, weil ich mir es noch krasser vorgestellt hatte, aber ich habe doch echt gut durchgehalten, dennoch war es glaube ich krass genug, um mich morgen ausser Gefecht zu setzen. Sigga hat aber so ein cooles Öl, das hilft voll gut gegen Muskelkater, welches ich morgen auf jeden Fall mal wieder nutzen werde :D
So zurück zum Thema, als ich dann vom Sport zurück kam, hatte ich mich gefreut, dass Wochenende mit einem leckeren Beeren-Shake (wir haben eine neue Shakemaschine, mit ganz vielen leckeren Rezeptideen:)) einzuleiten, aber daraus wurde nichts.
Hjördis hat mich direkt an der Tür empfangen:"Sarah, Sarah du musst mir helfen, Ken passt nicht in die Hose." Okay, ich durfte wenigstens meine Jacke ausziehen, aber dann musste ich direkt erst einmal Ken anziehen. Nach einigem Versuchen habe ich mir dann mal die Hose angeschaut und Hjördis gesagt, dass Ken ein Mann ist und ein bisschen dicker als Barbie und deswegen leider nicht in die pinke Hose passt. Also wurde Ken kurzer Hand ein Rock angezogen :D Nun gut, soll er heute mal einen Rock tragen, laut Faktastisch ist heute auch der Ohne-Hose-Tag, passt also.
Nachdem Ken angezogen war, konnte ich endlich meine Schuhe ausziehen und reinkommen. Tasche in mein Zimmer gestellt und schon kam Hjördis wieder mit Ken in der Hand an, ich wollte schon sagen, lass mich erst mal meine Tasche auspacken und was essen, bevor wir Ken wieder umziehen, aber dann hörte ich es auch schon.
Þórgunnur war dieses mal der Grund, sie war am brechen. Mein schlimmster Albtraum überhaupt, jemanden beim kotzen helfen, aber ich musste. Der Anblick war echt ekelig und am liebsten hätte ich mich umgedreht, aber das geht ja nicht, bei einem Kind. Irgendwann war es aber vorbei und ich habe die Schüssel entleert, als mich ein Zombie anschaute. Es war wirklich krass, Tóti ist aus dem Bett gekommen und sah echt beschissen aus. Ich sagte, ich kümmer mich um Þórgunnur, er kann wieder schlafen gehen. Hat er auch gemacht. Zwischendurch musste dennoch etwas gearbeitet werden am Laptop, er kann es einfach nicht lassen. Morgen ist auch ein Tunier in Akureyri, ich bin ja mal gespannt, ich kann mir noch nicht vorstellen, dass er einen ganzen Tag zu Hause bleibt, weil er krank ist.
Eymi ist zum Glück übers Wochenende in Skammo, sodass er sich nicht anstecken kann, es höchstens schon getan hat, was ich aber nicht hoffe. Wenn er krank ist, wird es nämlich noch ein richtiger Spaß schließlich ist er dann wirklich ans Bett gefesselt und braucht im Grunde rund um Betreuung, zumindest wenn es auch mit Übelkeit verbunden ist.

Naja, jetzt ist aber Sigga Dora da und kümmert sich um den kranken Haufen und ich schütze mich mit geschlossener Zimmertür hoffentlich vor allen Bakterien und Viren.
Ich möchte auf keinen Fall krank werden!!!
Heute morgen dachte ich erst, jetzt hat es dich auch erwischt, aber das war glaub ich nur Einbildung, weil Sigga mich ständig fragt, ob ich mich noch gut fühle und alles in Ordnung ist, oder ich auch irgendwelche Beschwerden habe, aber ich bin noch fit. Stopfe mich auch mit viel Obst voll, damit es auch hoffentlich so bleibt.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Páskaegg :)

Hier kommen die versprochenen Fotos von meinem Oster-Ei:

Nummer 4 ist leider kleiner als eine Colaflasche, aber doppelt so groß wie Nummer 2, man kann also erahnen, wie groß Nummer 10 ist.

ein bisschen kitschig dekoriert :D

aber voll mit Nammi :)

da ist die Ausbeute, leider auch mit Lakritz

Der Spruch heißt so viel wie: Eine glückliche Ehe ist wie ein Haus, dass täglich neu gebaut wird.



Am Wochenende hatte ich Besuch von Fenja, sie lebt auf einer Farm im Nordosten Islands und wurde von ihrem Gastvater bei mir rausgeschmissen, die Familie ist noch weiter Richtung Westen gefahren.
Es war ein sehr nettes Wochenende, wir haben viel gequatscht und gelacht.
Da sie erst Freitagabends gekommen ist, haben wir nicht mehr so viel gemacht. Im Grunde gar nichts, ausser gequatscht. Am Samstag haben wir dann einen Spaziergang durch Sauðárkrókur gemacht und auf dem Rückweg eine Verwandte ihrer Gastfamilie besucht. Sehr witzig, dass genau hier bei mir auch eine Verwandte wohnt. Erst wusste ich nicht so ganz, ob ich sie schon mal gesehen hatte, aber gestern ist mir aufgefallen, sie ist auch immer beim Sport :D
Sie hat mir dann auch angeboten, mich mal mitzunehmen, wenn sie zu Besuch auf die Farm fährt. Das ist natürlich super, da ich sonst wahrscheinlich nie nach Þórshöfn kommen würde. Wer es sich auf der Islandkarte anschaut, wird auch schnell merken warum. Es ist sehr nordöstlich und bei den "super ausgebauten" öffentlichen Verkehrswegen hier auf Island würden für die Anfahrt schon zwei Tage draufgehen.
Auch bei unserer (Jónína und Ich) Tour durch den Osten wird es wohl eher nicht auf dem Programm stehen, da es auch recht weit von der Ringstraße entfernt ist.
29.04.2014 ; 23:52h
Sonntags war hier dann so eine Art Jobmesse, wo wir waren. Es war ganz interessant, vor allem kannte ich manches noch gar nicht. Es gibt doch noch mehr Geschäfte/Unternehmen hier als angenommen. Zu unserem Vergnügen gab es überall Schokolade, Kaffee, Kullis, etc. da wurde natürlich zugeschlagen. Man konnte auch bei ganz vielen Ständen was gewinnen, leider habe ich bis jetzt noch keinen Anruf bekommen :-/

Morgen ist 1.Mai, hier passiert nichts spektakuläres, aber es ist Feiertag und somit habe ich frei, das ist ganz angenehm.
Also habe ich gleich noch ein bisschen Zeit für einen Film :)

Ansonsten wünsche ich allen, die gerade in den Mai getanzt sind noch ganz viel Spaß dabei, keinen allzu großen Kater morgen und allen, die morgen erst losgehen ebenfalls viel Spaß und hoffentlich gutes Wetter!