Mittwoch, 14. Mai 2014

Ein fast normaler Samstag


Ich, Jónína und Kata
Am Samstag bin ich aufgestanden und dachte mir, heute wird ein schöner, entspannter Tag. Nachmittags wollte ich zu Jónína, da sie Geburtstag hatte und dann stand abends ja das große Eurovision-Finale an.
Wie es nun mal hier auf dieser Insel ist, hat mir dann die Spontanität der Isländer einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, es ist aber auf keinen Fall negativ gemeint, ganz im Gegenteil ;)
Es war ein sehr schöner Tag.




Im Grunde fing es schon am Freitagabend an. Óskar hatte mich eingeladen vorbei zu kommen, um in Jónínas Geburtstag rein zu feiern. Sie wusste natürlich nichts davon und war leicht überrascht, als ich plötzlich an der Tür klopfte. Um zwölf gab es dann leckeren Kuchen und wir haben noch lange zusammen gesessen. Hier hat es dann angefangen, dass mein Wochenende komplett ins planlose verlaufen ist, wir saßen nämlich ganz schön lange zusammen. Auf dem Rückweg kam die Sonne schon wieder hervor und die Vögel haben für mich gesungen und es war doch erst zwei Uhr :D
Eigentlich wollte ich dann morgens schon früh zum Sport, daraus ist aber aufgrund vom länger schlafen nichts geworden, sodass ich mich um halb 11 ganz schön spurten musste, da ich um 2 babysitten musste und auch noch einkaufen wollte.
Dieser Plan wurde aber direkt wieder umgeworfen, denn es kam erneut ein Anruf von Óskar. Er hat mich gebeten um 12h zu ihm zu kommen, natürlich habe ich zugesagt, schließlich hat Jónína nur einmal mit mir zusammen auf Island Geburtstag. Nun stand ich aber da. Wohin sollte ich gehen? Nur zum Supermarkt, dann für ne halbe Stunde wieder hierhoch und dann runter. War irgendwie alles blöd, also bin ich nur ganz kurz zum Sport gegangen, dann schnell zum Supermarkt, dass musste ich unbedingt, da ich noch Sachen für Jónínas Kuchen brauchte, der auch noch gebacken werden musste und dann zu Óskar. Dort musste ich mich dann umziehen, weil ich wollte nicht unbedingt im Sportdress weggehen.
Lecker :)
Im Nachhinein, hätte ich locker noch nach Hause gehen können, oder länger beim Sport bleiben können, oder sonstwas, da sich die Isländer natürlich nicht wie ich, an die angesagte Uhrzeit von Óskar gehalten haben. 35 Minuten später wurden wir dann abgeholt und wir sind mit ein paar Leuten Mittagessen gegangen.
Dann musste ich mich aber wirklich spurten, gut das Jónatan mich nach Hause gefahren hat, sonst wäre es ganz schön eng geworden.
Zu hause angekommen, waren die Kids auch schon alleine und mein Handy hat gerade geklingelt, weil Sigga wissen wollte, ob ich nun zu Hause bin und ja, ich wars :)
Nun hatte ich 2 Stunden, um ein bisschen Zeit für mich zu haben, mein Zimmer auf Vordermann zu bringen und noch schnell den Kuchen zu backen. Hat auch alles gut geklappt, mit einer kleinen Verspätung von 15 min war ich wieder zum Kaffee bei Jónína. Dort haben wir den Tag verbracht, bis der ESC anfing, den wir uns natürlich angeschaut haben. Das isländische Ergebnis fande ich auch sehr positiv, viele Isländer hätten sich mehr erwartet, aber sie waren immerhin besser als Deutschland, wobei ich das Lied auch nicht so schlecht fande, wie es abgeschnitten hat.
Mittagessen :)
Die Gewinnerin hat den Sieg meines Errachtens nicht unbedingt verdient, als Person auf jeden Fall, so süß, wie sie sich jedesmal gefreut hat, aber ich fande es gab bessere Lieder. Mein absoluter Favorit war die niederländische Band, sie haben den Sieg ja leider nur leicht verfehlt. Immerhin ein guter 2. Platz.
Nach dem ESC ging es dann weiter nach Petur, wo wir noch ein bisschen gefeiert haben. Es ist immer wieder witzig zu sehen, dass manche Isländer einfach mal ihren Papa mit zur Party bringen. An Silvester war auch ein Papa dabei, irgendwie kann ich mir das in Deutschland nicht wirklich vorstellen, aber hier ist es wohl etwas normaler :D
Später ging es noch in die Disco, da war ESC-Party, aber irgendwie kannte ich die ganzen Lieder nicht. Es waren nicht nur isländische Beiträge der letzten Lieder, sondern aller Länder, die Isländer kannten fast alle Lieder und sie haben mich immer ganz irritiert angeschaut, wenn ich sagte, ich kenn das Lied nicht. Sie fanden es auch sehr erschreckend/amüsant, als ich ihnen sagte, dass ich wohl dieses Jahr das erste Mal den kompletten Contest von vorne bis hinten bewusst angeschaut habe. Aber ich habe trotzdem einfach getanzt, ich bin es ja bereits gewohnt, dass ich die Lieder die gespielt werden nicht kenne. Ganz schlimm ist es immer, wenn isländische Bands spielen, wie im September oder an Ostern, da kennt und versteht man einfach nichts. Obwohl ich an Ostern schon einiges mehr verstanden hatte und auch schon einige isländische Schlager kannte :D

Das war mein fast normaler Samstag. Der Sonntag war dann dementsprechend auch hinüber, weil einiges an Schlaf nachgeholt werden musste. 


Áfram Ísland!
 

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