Donnerstag, 22. Mai 2014

Mývatn und Umgebung



neu entstandener See
50km lange Spalte in der Erde
Die Fahrt zum Mývatn war ganz schön weit, aber dank der schönen Landschaft wurde uns nicht langweilig.
Zwischen Þórshöfn und Húsavík haben wir dann an zwei Stellen ein Stopp gemacht, die es vor 40 Jahren noch nicht gegeben hat. Die Gegend um den Jökulsárglijúfur ist die aktivste Vulkanzone in Nordisland und viele Vulkane sind noch aktiv. Vor 40 Jahren war dort ein sehr starkes Erdbeben mit einigen Vulkanausbrüchen, wobei viele Farmen und Häuser zerstört wurden und die Natur neu erschaffen wurde.
Es gibt nun einen sehr großen See, den es vorher noch nicht gegeben hat. Die Erde ist einfach nach unten gerutscht und das Wasser hat sich dort nun angesammelt. Es wurden auch ein paar Fische ausgesetzt, sodass der See nun auch von Tieren bewohnt wird. Dies ist eine sehr schöne Erschaffung.
Die andere Stelle ist eher etwas gruselig, sieht aber auch atemberaubend aus. An dieser Stelle ist die Erde durch das Erdbeben mehrere Meter auseinander gegangen. Überall sind Risse und die größte Spalte geht vom Meer bis zum Mývatn (ca. 70km).
Mývatn
Auf der Hinfahrt dachte ich, es wären einfach Berge und Felsen, aber dann hat Aðalbjörg mir von dem Erdbeben erzählt und sagte, dass an den Stellen die Erde einfach abgesackt ist.









Typisch Island, die Insel wird immer wieder verändert und neue Naturschönheiten entstehen, bzw. verschwinden aufgrund der vielen aktiven Vulkane und Erdbeben.
Es ging dann weiter ein Stück über einen sehr hohen Berg, wo noch sehr viel Schnee lag und es auch in der Mitte nur noch eine Schotterpiste gab, Häuser oder Farmen gab es auf der Strecke natürlich auch nicht.
Angekommen am Mývatn haben wir uns erst einmal orientiert. Gar nicht so einfach, schließlich ist er der viertgrößte See Islands. Um ihn herum findet man faszinierende Lavagebilde und eine üppige Vegetation. Dieser See ist ein Paradies für Vogelbeobachter, es brüten hier über 15 verschiedene Entenarten. Sie bevorzugen den See, da ein gutes Klima herrscht und es viele Mücken (-laven) als Nahrung gibt. Von den Mücken hat er auch seinen Namen – Mývatn = Mückensee. Dennoch brauch man keine Angst vor den Mücken hier haben, sie stechen nämlich nicht, nerven nur ein bisschen, wenn sie überall rum fliegen. Am Boden des max. 5 meter tiefen Sees entspringen viele Quellen und Laxá hat dort seinen Abfluss. In diesem Fluss gibt es den teuersten Lachs Islands. Ein Hotel bietet extra für Touristen Lachsangeln an, selbst darf man dort nicht angeln! Dieses Hotel ist aber ein Luxushotel und wie Aðalbjörg sagte, nur für die Amis und Engländer gemacht, andere wollen die dort gar nicht haben. Ich habe mal gegooglet, eine Übernachtung im Doppelzimmer mit Angeln kostet ca. 900€.
Der See ist echt schön und wenn ich auf Island wohnen würde, wäre es auf jeden Fall eines meiner Lieblingsurlaubsziele.  

Dimmuborgir
  Nach einigem Suchen haben wir dann Dimmuborgir gefunden. Dimmuborgir ist eine Lavaformation direkt am See. Sie ist sehr groß und bildet eine kleine eigene Welt für Fantasiewesen. Hier findet man Tunnel und Höhlen und reichlich Sachen zum staunen. Dürfte man die Wege verlassen, wäre es auch genial zum Verstecken spielen. Die Lavaskulpturen sind bis zu 40m hoch und alle durch Vulkanausbrüche entstanden. Hier befindet sich auch der größte Krater Islands, Hverfjall mit einem Durchmesser von 1km und 140m Höhe. Inmitten von Dimmuborgir befindet sich auch der "Stuhl des Weihnachtsmannes", wo die isländischen Weihnachtsmänner zu Hause sind. Diese Höhle ist echt süß gestaltet und auf dem Weg dorthin wird einem dank witziger Hinweisschilder der Weg geweist.
Auch im Mai hat uns der Schnee noch den Weg versperrt!


Die Höhle der Weihnachtsmänner, ganz unscheinbar, aber es gibt ja Schilder :)





Krater

Das ganze Gebiet um den Mývatn steht unter Naturschutz!


Gerade war Sigga Magga da und ich wurde ausgemessen, nun steht meinem zweiten Lopapeysa nichts mehr im Weg :)

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