neu entstandener See |
50km lange Spalte in der Erde |
Die
Fahrt zum Mývatn war ganz schön weit, aber dank der schönen
Landschaft wurde uns nicht langweilig.
Zwischen
Þórshöfn und Húsavík haben wir dann an zwei Stellen ein Stopp
gemacht, die es vor 40 Jahren noch nicht gegeben hat. Die Gegend um
den Jökulsárglijúfur ist die aktivste Vulkanzone in Nordisland und
viele Vulkane sind noch aktiv. Vor 40 Jahren war dort ein sehr
starkes Erdbeben mit einigen Vulkanausbrüchen, wobei viele Farmen
und Häuser zerstört wurden und die Natur neu erschaffen wurde.
Es gibt
nun einen sehr großen See, den es vorher noch nicht gegeben hat. Die
Erde ist einfach nach unten gerutscht und das Wasser hat sich dort
nun angesammelt. Es wurden auch ein paar Fische ausgesetzt, sodass
der See nun auch von Tieren bewohnt wird. Dies ist eine sehr schöne
Erschaffung.
Die
andere Stelle ist eher etwas gruselig, sieht aber auch atemberaubend
aus. An dieser Stelle ist die Erde durch das Erdbeben mehrere Meter
auseinander gegangen. Überall sind Risse und die größte Spalte
geht vom Meer bis zum Mývatn (ca. 70km).
Mývatn |
Auf der
Hinfahrt dachte ich, es wären einfach Berge und Felsen, aber dann
hat Aðalbjörg mir von dem Erdbeben erzählt und sagte, dass an den
Stellen die Erde einfach abgesackt ist.
Typisch
Island, die Insel wird immer wieder verändert und neue
Naturschönheiten entstehen, bzw. verschwinden aufgrund der vielen
aktiven Vulkane und Erdbeben.
Es ging
dann weiter ein Stück über einen sehr hohen Berg, wo noch sehr viel
Schnee lag und es auch in der Mitte nur noch eine Schotterpiste gab,
Häuser oder Farmen gab es auf der Strecke natürlich auch nicht.
Angekommen
am Mývatn haben wir uns erst einmal orientiert. Gar nicht so
einfach, schließlich ist er der viertgrößte See Islands. Um ihn
herum findet man faszinierende Lavagebilde und eine üppige
Vegetation. Dieser See ist ein Paradies für Vogelbeobachter, es
brüten hier über 15 verschiedene Entenarten. Sie bevorzugen den
See, da ein gutes Klima herrscht und es viele Mücken (-laven) als
Nahrung gibt. Von den Mücken hat er auch seinen Namen – Mývatn =
Mückensee. Dennoch brauch man keine Angst vor den Mücken hier
haben, sie stechen nämlich nicht, nerven nur ein bisschen, wenn sie
überall rum fliegen. Am Boden des max. 5 meter tiefen Sees
entspringen viele Quellen und Laxá hat dort seinen Abfluss. In
diesem Fluss gibt es den teuersten Lachs Islands. Ein Hotel bietet
extra für Touristen Lachsangeln an, selbst darf man dort nicht
angeln! Dieses Hotel ist aber ein Luxushotel und wie Aðalbjörg
sagte, nur für die Amis und Engländer gemacht, andere wollen die
dort gar nicht haben. Ich habe mal gegooglet, eine Übernachtung im
Doppelzimmer mit Angeln kostet ca. 900€.
Der See
ist echt schön und wenn ich auf Island wohnen würde, wäre es auf
jeden Fall eines meiner Lieblingsurlaubsziele.
Dimmuborgir |
Auch im Mai hat uns der Schnee noch den Weg versperrt! |
Die Höhle der Weihnachtsmänner, ganz unscheinbar, aber es gibt ja Schilder :) |
Krater |
Das
ganze Gebiet um den Mývatn steht unter Naturschutz!
Gerade war Sigga Magga da und ich wurde ausgemessen, nun steht meinem zweiten Lopapeysa nichts mehr im Weg :)
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