Freitag, 18. Oktober 2013

Pyjama-Party

Am Mittwochabend war eine Pyjama-Party angesagt. Da gestern und heute "Herbstferien" sind, kamen am Mittwoch gegen sieben siebzehn 8-Jährige Mädels im Schlafanzug hier an.
Vorher wurden Luftballons aufgeblasen und Papierhüttchen zusammengesteckt.
Es war eigentlich ganz witzig. Die Mädels haben gespielt, ziemlich laut, aber auszuhalten und dann gab es Pizza :) Es gab ziemlich viel Pizza und Mädchen in dem Alter essen ja nicht so viel, sodass noch ordentlich was über geblieben ist. In der Küche durften dann die Großen essen und ich habe ordentlich zugeschlagen, die Pizza kam vom Ólafshús und war wiedermal super lecker. Danach wurde dann der Fernseher angeschmissen und es wurde Bratz geschaut. Für alle die damit nichts anfangen können, es ist eine Puppen-Clique, die die üblichen Mädchensachen unternimmt. So genau weiss ich das aber auch nicht. Es gab dann noch pinke Schokomuffins und Chips.
Um zehn mussten dann alle nach Hause und das Wohnzimmer sah schrecklich aus, aber nun gut. Ich war ziemlich k.o. Und total voll vom ganzen Essen.

Gestern ist nichts Spannendes passiert, ich hab das Übliche gemacht. Bin noch zur Post gegangen, um meinen Briefmarken Vorrat wieder aufzustocken
Der Sprachkurs findet jetzt erstmal nicht statt. So wie ich das verstanden habe, gibt es kein Geld für den Lehrer, alles komisch. Nun gut, Sigga möchte mich jetzt im Januar beim College anmelden, da läuft auch wohl ein Sprachkurs für die Schüler. Ich hoffe das klappt dann, weil irgendwie möchte ich auch wohl die Sprache so richtig lernen und nicht nur immer ein paar Wörter, um mir dann den Rest zusammen zu reimen.

Juhuuuu!!!!!!!!!!!!!!!
Heute ist ein Abholschein für ein Paket gekommen, ich hoffe es ist das langersehnte Paket von daheim :)
Leider kann ich das morgen nicht abholen, deswegen muss ich mich noch bis Montag gedulden, aber das macht die Freude noch größer. Jetzt habe ich etwas, auf das ich mich die nächsten drei Tage freuen kann.
Ich kann es nicht abholen, da es gleich nach Reykjavík geht, dort verbringen wir das Wochenende. Dort treffe ich mich morgen auch mit Jónína und Óskar um Seigtseeing zu machen. Jónína besucht Óskar nämlich ebenfalls übers Wochenende, das ist ziemlich cool, weil das macht dann bestimmt mehr Spaß, als alleine. Was ich abends dann mache weiss ich noch nicht, vielleicht gehe ich in so ein Vulkanhaus oder ich gehe ans Meer und warte/hoffe auf Nordlichter. Ich treffe mich nämlich erst um 11 Uhr abends mit der Familie, damit wir dann von Reykjavík zur Wohnung fahren können, die befindet sich in einem Vorort.
Am Sonntag geht es dann denke ich mal nach dem Frühstück zurück, weil die Kids ja Montag auch wieder zur Schule müssen. Mal schauen, vielleicht machen wir ja auch noch was, aber davon weiss ich nichts.

So jetzt muss ich die Wäsche falten und dann geht es hoffentlich bald los.
Übers Wochenende gibt es also keine neuen Posts hier, Montag dürft ihr dann mit News übers Wochenende rechnen.

Ich wünsche Euch, Klaus & Gabriele, Alles Gute zur Hochzeit :)
Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende und viel Spaß morgen auf dem Oktoberfest. Wer Sonntag gegen Abend nichts zu tun hat, schaut bei meinen Fernsehtipps ;)

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Die ersten Flüge sind gebucht :):):)


Ich bin seit Tagen ziemlich glücklich, weil Papa, Mama und Felix haben ihre Flüge gebucht! Meine ersten Besucher die auf jeden Fall kommen, obwohl sie wahrscheinlich die letzten sind, da sie erst in über acht Monaten kommen.
Wahnsinn! Das hört sich noch voll lange an, aber ich hoffe und denke, die Zeit vergeht schneller, als ich erwarte. Ich staune immer wieder, wie schnell doch die Zeit rennt.
Sie kommen für eine Woche auf diese schöne Insel, um mich zu besuchen. Ich überlege mir schon immer, was ich ihnen alles zeigen möchte, aber es ändert sich ständig, weil es einfach so viel schönes hier gibt und man einfach nicht alles sehen kann. Trotzdem wird es eine super schöne Woche und hoffentlich mit einer meiner besten hier!
Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass das Wetter Anfang Juli schön und trocken ist und nicht zu viele Touristen hier sind, weil Touristen nerven und 2014 wird ein neuer Touristenrekord von 1 Million Besuchern erwartet. Das finden die Isländer und ich vorraussichtlich dann auch, nicht so cool, weil dann alles immer so voll ist, aber was solls. Als ich mit Eymi darüber gesprochen habe, meinte er schon, momentan kennt er, wenn er einen Spaziergang durch die Stadt macht 70% der Leute, zumindest vom Sehen. Wenn aber im Sommer die Touristensaison losgeht, kennt er höchstens noch 40% der Menschen, die ihm auf der Straße begegnen. Das ist schon Wahnsinn, ich kann es mir noch gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn man spazieren geht und einem so viele entgegen kommen, ich bin doch so viele Menschen gar nicht mehr gewohnt :D

Hier ein paar Tips für alle, die ihren Islandurlaub bereits geplant haben, oder gerade dabei sind:
  1. Wer Island ganz real kennen lernen möchte, sollte nicht nur zu den Attraktionen gehen, sondern einfach mal irgendwo anhalten und einen Spaziergang machen. Es ist erstaunlich, was man alles findet. Vor allem an Orten, wo man sie nicht erwartet. Als Beispiel, der Wald hier auf dem Hügel, nirgendwo habe ich etwas über ihn lesen oder finden können, nicht einmal auf der Touristenkarte unten im Ort und dabei ist er so schön, mit vielen kleinen natürlichen Wasserquellen.
  2. Badekleidung ist das Wichtigste! Hier gibt es in jedem noch so kleinen Ort ein Schwimmbad mit Hotpot und diese muss man einfach mal getestet haben (vor allem das in Hofsos!).
  3. Die Natur schätzen. Island ist ein Naturparadies, es ist das zu Hause von vielen gefährdeten Vogelarten, wie Adlern, Falken, Schneeeulen und Krabbentauchern. Diese darf man nicht stören (Strafe!) und sollte man auch nicht, vor allem ist große Vorsicht in der Brutzeit geboten. Beim Wandern oder spazieren gehen also immer auf den Wegen bleiben und den Müll nicht in die Natur werfen, würde man in seinem Garten ja auch nicht machen.
  4. Wetterwarnungen sollten immer beachtet werden. Das Wetter ist hier sehr wechselhaft, es kann sich innerhalb weniger Stunden ändern, von Sonnenschein zu Schneesturm. Deshalb immer das Wetter im Auge behalten und vor allem auch auf die Einheimischen hören, die kennen sich damit nämlich aus.
  5. Wenn man zu Gast in einem isländischen Haus ist, ist es üblich die Schuhe auszuziehen. Dies lässt sich ganz einfach ebenfalls durch das Wetter erklären, hättet ihr Lust, wenn es draussen schneit oder regnet, nach einem Besuch jedesmal das Haus wischen zu müssen? Ich denke nicht. Ausserdem fühlt man sich direkt wohler, wenn man die Schuhe aus hat. Ich rate aus gegebenen Anlass immer ein paar dicke Socken dabei zu haben, damit die Füße auch schön warm bleiben ;)


Alles Gute nachträglich zum Hochzeitstag, Mama & Papa!

Montag, 14. Oktober 2013

Museumstag in Skagafjörður

Wie ich ja schonmal erwähnt habe, gibt es bei den meisten Museen eine Winterpause, ziemlich oft von Mitte September bis Juni. Gestern war aber ein Museumstag, wo alle Museen in Skagafjörður noch einmal ihre Türen geöffnet haben und jeder diese kostenlos besuchen konnte. Der Tag ist jedes Jahr im Oktober und es gibt auch Touren, wo man mit dem Bus alle Museen anfahren kann, der Bus kostet dann aber etwas.
Ich habe es natürlich ausgenutzt und den Plan geschmiedet, das Minjahús hier im Ort zu besichtigen. Es ist das Heimatmuseum von Sauðárkrókur und beherbergt unter anderem die älteste Nähmaschine Islands, den 2008 hierher verirrten Eisbären und einige Gegenstände von Berühmtheiten hier aus dem Ort. Ich habe mich vorher mit Salome, einem Aupair, welches seit einer Woche in Blonduós wohnt getroffen. Ich hatte mit ihr schon länger Kontakt und gestern haben wir uns dann getroffen.
Museumsdorf Glaumbær
Die Frau im Museum war sehr erfreut, dass wir kamen und hat uns erst mal einiges erzählt, sozusagen eine kleine private Führung. Nachdem wir alles angeschaut hatten, soviel gab es nicht, hat sie noch gesagt, wir sollen noch nach Glaumbær fahren. Dort wollte ich ja eigentlich meine Fahrradtour hinmachen, die dann aufgrund von Wind gescheitert ist. Somit war es eine gute Gelegenheit dort hinzugehen. Gemeinsam sind wir dann zu dem Museumsdorf gefahren und haben uns auch dieses kostenlos angeschaut. Es ist ein Hof, der zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert entstanden ist und die Gebäude sind in der Torfrasenbauweise errichtet worden. Dies war in den ländlichen Regionen bis 1900 hier üblich. Die skandinavischen Vorfahren der Isländer hatten ihre Häuser aufgrund der zunehmenden Knappheit an grossen Bäumen in der Torfrasenbauweise errichtet.
Die Häuser sind manchmal kaum zu erkennen, weil auch das Dach aus diesem Material besteht.
Solche Torfrasenhäuser können in Gebieten mit gemäßigten Regenfällen ein Jahrhundert überdauern.
Es war sehr interessant mal in so einem Haus zu sein, es war durchaus kalt und dunkel darin, ich stelle es mir komisch vor, in so einem Haus zu wohnen.
Nachdem wir alles angeschaut hatten und ein paar Fotos geschossen haben, sind wir zurück nach Sauðárkrókur gefahren und haben bei mir noch ein wenig gequatscht, bis Eymi und Willi unbedingt ein Spiel spielen wollten, wo sie eine dritte Person brauchten.
Also ist Salome dann gefahren und ich habe mit ihnen dieses Spiel gespielt. Es war ein doofes Spiel, Strategiespiele sind ja eh nicht so einfach zu verstehen, dann noch auf einer anderen Sprache und dann handelt dieses Spiel auch noch über Monster besiegen. Das war das Richtige für mich. So richtig hat mir auch keiner erklärt wie es funktioniert, mir wurde immer nur dass gesagt, was ich zu dem Zeitpunkt machen soll. Nebenbei hat Willi ständig auf dem Keyboard geklimpert und Eymi wurde vom Fernseher abgelenkt, das hat Spaß gemacht.


Sonntag, 13. Oktober 2013

Herbst :)

Dieses Wochenende war super Wetter. Wie ich von Vielen gehört habe, ist es in Deutschland ja eher das Gegenteil. Samstag hat wohl nur geschüttet, ich muss zugeben ein kleiner Trost war es für mich schon, weil bei so einem Wetter macht die Kirmes schließlich nicht ganz sooo viel Spaß wie bei super Wetter. Dennoch wäre ich super gerne dort gewesen. Hach! Man kann nicht alles haben und es gibt ja noch nächstes Jahr.
Aber das Wetter hier war echt super, es scheint die ganze Zeit die Sonne und Samstag, als ich mit Eymi spazieren gegangen bin, konnte ich sogar nur in Fleecejacke gehen. Bei dem Sonnenlicht sieht die Landschaft hier traumhaft aus, die Blätter leuchten in gelb und rot und das Meer schimmert in einem satten blau, wenn man von mir runter läuft. Herrlich. Ich und Eymi sind sogar sehr weit gelaufen für seine Verhältnisse, eigentlich möchte er nie spazieren, aber wir haben es bis zur Kirche geschafft und haben dann erst umgedreht, ich hätte damit gerechnet, dass wir schon am Schwimmbad drehen, aber haben wir nicht.
Als wir wieder zurück waren, habe ich mich unbeliebt bei Þórgunnur und ihren Freunden gemacht. Ich muss dazu sagen, ich war von 10-16Uhr mit den Kids alleine und seit dem waren sie am PC. Als ich dann am frühen Nachmittag mit Eymi vom Spaziergang wiederkam, waren sie immernoch am PC und ich habe dann gesagt, jetzt ist Schluss. Schließlich waren sie zu viert und bei dem super schönen Wetter hätten sie so viel draussen machen können. Haben sie aber nicht so gesehen, sie sind dann kurzerhand zu der Freundin gegangen, wahrscheinlich waren sie dann da vorm PC, aber soll mir egal sein. Kann ich dann auch nicht ändern, immerhin waren sie dann kurz draußen.

Abends waren Sigga, Eymi und ich alleine. Hjördis hat bei Siggadora geschlafen und Þórgunnur bei der Freundin. Wir haben dann Pizza geholt vom Ólafshús, die war richtig lecker und es gab noch Pommes umsonst dazu :) Ich hoffe das machen wir öfter mal, denn die ist schon ganz schön teuer und ich glaube, ich würde normalerweise nicht im Ólafshús essen.

Gegen neun habe ich mich dann auf den Weg zum Krankenhaus gemacht, wo ich mich mit Jónína getroffen habe. Gemeinsam sind wir zu ihrem Freund Óskar gelaufen, um dann später zum Papagei zu gehen. Beziehungsweise zu Siggi, dessen Haustier der coole Papagei ist. Dort haben wir dann mit ein paar Leuten den Abend verbracht, es war sehr nett und es ist immer schön, wenn man rauskommt und andere Leute trifft. Gegen zwei sind dann die Meisten ins Kaffí Krók gegangen, ein Kaffee, welches sich abends zu einem Pub wandelt. Wir sind aber nicht mitgegangen, haben lieber Mattis Auto mitgenommen, um nach Hause zu fahren. Fande ich sehr gut, weil ich war durchaus schon k.o. Und hatte nicht mehr so viel Motivation den Berg hoch zu mir zu laufen. So hatte sich das Problem ganz einfach von alleine gelöst :)

Freitag, 11. Oktober 2013

Die Post ist da!


Als ich mir diese Überschrift überlegt habe, ist mir diese Kindersendung von früher in den Kopf gekommen. Wo es den Postsong gab. Kennt ihr noch "Blau und Schlau"? Fand ich als Kind schon ziemlich albern, vielleicht war ich auch einfach nur schon zu alt dafür, aber nun gut, für alle, die jetzt nur Bahnhof verstehen, hier könnt ihr euch informieren, welchen Song von "Blau und Schlau" ich meine.
Ich muss aber gestehen, ich freue mich momentan genauso wie er über die Post beziehungsweise zelebriere das Aufmachen auch immer so, es ist einfach schön und man muss es genießen.
Gestern, kurz bevor ich mich selber auf den Weg zur Post machen wollte, kam sie nämlich, die Post :)
Und?!
Ja, es war ein Brief für mich dabei. Da ich aber schon angezogen war, konnte ich mich zusammenreißen und bin erst zur Post gelaufen und habe meine zwei Postkarten eingeschmissen. Als ich zu Hause war, konnte ich dann aber nicht mehr warten und der Brief musste aufgemacht werden. Sofort! Danke für den Brief!
Von meinem Paket ist leider immer noch nichts zu sehen, ich hoffe es kommt nächste Woche, sonst wirds langsam echt spät und ich weiss nicht, ob ich dann noch Hoffen mag.
Naja, wir warten mal ab. 
 
Gestern ist was ziemlich witziges passiert. Tóti ist schon nach Reykjavík gefahren, da er übers Wochenende wieder in Schweden ist, ich glaube dort arbeitet er manchmal und da ich diese Woche schon einmal abends auf die Kids aufgepasst hatte, ist Siggadora gekommen, um mich zu unterstützen. Sie hat sich dann um Hjördis gekümmert, während ich die zwei Großen genommen habe. Als ich fertig war, dachte ich mir, wo ist denn Siggadora? Ich schaute dann in das Zimmer und sie ist wohl beim Vorlesen für Hjördis eingeschlafen. Erst habe ich überlegt sie zu wecken, aber dann dachte ich mir, was solls, lass sie schlafen. Mich habe ich dann aufs Sofa verpflanzt und eine Romanze (Last night) eingeschaltet. Der Film war echt gut und ich wollte den auch umbedingt schauen. Aber auch ich war so müde, dass ich auf dem Sofa eingeschlafen bin. Nach einer halben Stunde bin ich dann aufgewacht, Siggadora war aber immer noch am schlafen. Ich habe mich dann langsam bettfertig gemacht und mir überlegt, was ich nun mache. Um zehn hat dann plötzlich das Telefon geklingelt und Siggadora ist aufgewacht. Dies fande ich super, weil irgendwie wusste ich echt nicht, was ich machen sollte, aber so hatte sich das Problem von allein gelöst.
Trotzdem war die Nacht zu kurz, keine Ahnung warum ich immer so müde bin.
Heute morgen hatte Eymi dann Aua am Fuß und durfte zu Hause bleiben, ich würde es auch als faules Fieber bezeichnen, aber nun gut, bei Eymi ist das kein Problem, wenn er mal einen Tag hier ist, er ist am einfachsten von den Kids.
Morgens war Jónína noch da, sie musste hier Einkaufen und ist vorher auf einen kurzen Besuch vorbei gekommen. Danach haben Eymi und ich Lego gebaut. Zuerst haben wir das Haus von Haggrit aus Harry Potter gebaut und danach das Schloss/den Tempel vom Prince of Persia. Es war ganz witzig, aber irgendwie ging das früher mit kleineren und dünneren Fingern doch um einiges einfacher :D
Um Eymi auch nachmittags nochmal vom PC wegzubekommen, habe ich ihn dann, nachdem wir Schokokuchen gegesssen haben, den Helga vorbeigebracht hatte, zu einem Spaziergang überreden können. Ausserdem hatte ich noch eine Postkarte, welche unbedingt noch vorm Wochenende in den Flieger wollte und ich auch noch mal an die frische Luft wollte. Wir sind also gemeinsam zur Post gegangen, er hat mir wieder etwas über die Geschichte von Island erzählt, dieses Mal über die Schafe, es ist echt Wahnsinn, was er alles über sein Land weiss, aber ich glaube das ist hier normal. Einfach, weil die Isländer so stolz auf ihr Land sind. Bei der Post angekommen, wollte sich die Postkarte fast schon alleine auf den Weg nach Deutschland machen, aber ich habe sie doch noch schnell einfangen können. Zum Glück war der Wind nicht so stark wie gestern, das wäre echt gefährlich geworden und ich weiss nicht, ob sie den weiten Flug übers Meer geschafft hätte. Danach wollte ich eigentlich Schoki in der Tanke kaufen, aber Eymi wollte nicht :(
So, das waren meine beiden Tage, momentan sitze ich mit Eymi und Hjördis vor dem Fernseher und schaue Kindertv :)
Euch einen schönen Abend und eine gute Nacht!

Mittwoch, 9. Oktober 2013

ICELAND – lovely home

Seit sechs Wochen bin ich nun hier auf der Insel. Es ist jetzt mein zu Hause, ich habe eine zweite Familie gefunden, eine neue sehr gute Freundin und ich kenne mich mittlerweile hier im Norden schon bestens aus. Die Sprachkenntnisse lassen zwar immer noch auf sich warten, aber dennoch kann ich sagen, ich bin angekommen. Ich habe mein Heimweh der letzten Tage vorerst überwunden und blicke nun voller Vorfreude und Optimismus auf die kommenden Wochen und Monate.
Diesen Post möchte ich einem Buch widmen, welches Jónína mir am Sonntag ausgeliehen hat. Es ist ein super Buch, es ist so schön geschrieben, dass man es in einem Zug durchlesen kann. Das Buch trägt den Titel "Iceland – lovely home" und porträtiert vierzehn deutsche Frauen, die ihren Traum leben und nach Island gezogen sind. Es ist sehr interessant zu lesen, welche Beweggründe dahinter stecken, welche Wege oder auch Irrwege erst gegangen werden mussten und welche Probleme hier in Island auf sie gewartet haben. Es sind sehr berührende und persönliche Geschichten von starken Frauen.
Einige dieser Probleme habe sogar ich schon bemerkt, obwohl ich auf eine andere Art und Weise hier bin, ich bin nur auf Zeit hier, meine Tage sind gezählt und ich kann mich immer wieder damit trösten zu wissen, irgendwann bist du wieder in Deutschland und alles wird wieder leichter. Ein Knackpunkt, von dem viele dieser Frauen erzählen ist, dass in Island die Familie über alles steht. Dies habe ich selber bereits in meiner Familie gemerkt, jeder hilft jedem und man sieht sich sehr oft. Was aber auch dazu führt, dass viele Freundschaften innnerhalb der Familie geführt werden und für Aussenstehende, welche nicht von Island kommen, es oft schwer ist richtige Freunde zu finden, ohne eine Familie im Hintergrund.
Ein anderer Punkt, den mir dieses Buch noch einmal ins Bewusstsein gerufen hat, ist die Gelassenheit dieses Volks. Das beste Beispiel mein Sprachkurs, es sind genügend Teilnehmer vorhanden, aber er kann nicht starten, weil kein Lehrer gefunden wird. Würde es so etwas in Deutschland geben?
Normalerweise nicht, es wird nur dann ein Sprachkurs angeboten, wenn man auch Lehrkräfte hat. Hier ist es anders, oft heißt es, wir schauen mal, wir können es auch noch morgen machen. Die Spontanität ist hier sehr groß, es kann auch sein, dass die Leute einfach eine halbe Stunde später kommen, weil ihnen noch irgendetwas eingefallen ist, was sie auch noch eben schnell erledigen könnten. Diese Spontanität kann man eigentlich ganz leicht durch die Wetterverhältnisse erklären. Es kann sein, dass heute die Sonne scheint und morgen ein starker Schneesturm kommt, das kann keiner planen und dann muss man eben schauen, dass man was anderes macht, beziehungsweise, dann sitzt man manchmal auch an einem Ort fest und kann nicht weg. Es liegt wohl in der Natur der Islänger nicht zu weit im Vorraus zu planen, man weiss schließlich nie, was morgen ist. Was will man dagegen machen, damit muss man leben. Diese Gelassenheit ist bei mir aber noch nicht angekommen und wird sie wahrscheinlich auch nicht, ich plane lieber im Vorraus und das Wetter muss dann einfach mitspielen :D
Was in diesem Buch deutlich wird, ist, dass wenn man hier lebt offen und naturverbunden sein sollte. Der meist wichtigste Beweggrund der Frauen hierherzuziehen war, dass sie hier eine wunderschöne und einzigartige Natur vorfinden, die von allen geschützt wird! Den Isländern ist die Natur heilig und man merkt immer wieder, wie darauf geachtet wird, der Natur möglichst wenig zu schaden (Müll am Straßenrand sieht man eigentlich gar nicht) und ein Leben in Einklang mit der Natur zu führen.
Die Frauen erzählen oft, dass sie hier Ruhe und Gelassenheit finden, vieles ist hier viel entspannter und entschleunigter, als in Deutschland. Es ist nicht schlimm, wenn man nicht alles an dem einen Tag schafft, es wird einfach auf den nächsten Tag verschoben, gerade im Sommer, wenn es fast ununterbrochen hell ist, hat man viel Zeit, um Vieles zu erledigen, was eventuell liegen geblieben ist.
Ebenso erzählt aber auch eine Frau, dass sie hier mehr bewirken kann, als beispielsweise in Deutschland. Hier ist sie eine von 300.000 und nicht eine von 80 Millionen. Ihre Stimme und ihre Taten bewirken viel mehr, als sie es in Deutschland tun würden. Sie arbeitet in der Kunstszene und sagt, es ist leichter hier eine Vernisage zu gestalten. Es gibt nicht so viele Andere und man kennt sich irgendwie untereinander.
Dieses Buch hat mir einfach super gefallen und ich habe es gerne gelesen und kann die Geschichten immer und immer wieder lesen. Es sind faszinierende Frauen.
Dennoch wird mir auch immer mehr klar, umso länger ich hier bin, dass ich nicht zu den rund 800 deutschen Frauen hier auf Island zählen möchte. Ich freue mich wenn es wieder nach Hause geht (vorraussichtlich am 20./21.7) :)!
Obwohl ich dann auch hier wieder ein Stück zu Hause zurücklassen werde, aber Jónína kommt ja erst mal mit mir nach Deutschland!
Bis dahin vergehen aber noch einige Stunden und ich genieße meine Tage hier, den Winter, den Sommer, die Ausflüge mit Jónína und den Besuch aus der Heimat!

P.S.: Das Buch wurde unter anderem von dem Islandforum mitfinanziert, in dem ich auch ab und an zu finden bin. Es ist ein Forum, wo man vieles über Island, erfährt, vor allem nützliche Tips zum Leben und Reisen auf Island. Wer also vor hat mich zu besuchen oder einfach mal so hier Urlaub zu machen, kann sich dort viele gute Hinweise holen. 

Dienstag, 8. Oktober 2013

Mein Paket!

Heute gibt es mal eine Fotostory, viel Spaß ;)


Nun ist es zehn Uhr und ich ziehe mich warm an, denn draussen schneit es. Normal wäre ich wahrscheinlich nicht nach draussen gegangen, es ist so kalt, aber ich habe gestern meinen Abholschein für das Päckchen bekommen. Also auf geht's zur Post. Ich bin schon ganz neugirieg, wäre der Weg zur Post doch nur nicht so weit.

Oh, ich kann die Post schon sehen. Jetzt noch schnell über die Straße, den Abholschein aus der Tasche gezückt und ab geht's zum Postschalter.

Hier ist es drin. Mein Päckchen, aber was war das grad in der Post. Das Päckchen hat einen ganz anderen Absender als erwartet. Das ist ja gar nicht das von Mama und Papa. Ich habe schon etwas gestaunt, eine sehr große Überraschung.

Endlich zu Hause, aber Mist, die Wäsche muss aufgehängt werden. Okay, erst die Arbeit dann das Vergnügen. Ausserdem ist es bestimmt gut, sich in Geduld zu üben.

Wäsche ist aufgehangen, bzw. in den Trockner geschmissen worden, jetzt kann es losgehen. Die Nervosität steigt!

Erstmal wird es von aussen betrachtet und begutachtet.

Das Paket ist immer noch zu, es muss erst für die Foto-Session herhalten.

Endlich, es ist offen! Was da wohl drin ist?

Erkennt ihr schon was? Ich kann noch nichts erahnen. Aber ich freue mich schon!

Uiuiuiuiui :) :) Eine ganz liebe Postkarte, warme Socken, ein Schutzengel, welcher seinen Platz schon auf meiner Fensterbank gefunden hat und ganz viel kleine und vor allem leckere Schokolade :) Die wird erstmal getestet, schmeckt auch nach langer Reise super. Jetzt muss ich mich nur zusammenreißen und nicht alles auf einmal essen, sonst hab ich morgen nichts mehr :-/

 Danke für das Paket!!

Jetzt bitte alle die Daumen drücken, dass das Paket von zu Hause auch noch ankommt, welches schon drei Tage länger auf der Reise ist!