Viele
würden jetzt wahrscheinlich erwarten, ich würde heute über den
Besuch von Anna und Stephanie berichten, aber so weit ist es noch
nicht.
Zum
ersten Mal bin ich so richtig in Verzug mit dem Bloggen
beziehungsweise sont habe ich einfach einige Sachen weggelassen, aber
ich möchte euch auch gerne über die Wandertage berichten, deswegen
verspätet sich nun alles ein wenig.
Es sind
keine Schreibfehler, dass ich immer vom Plural geschrieben habe, es
ist bewusst. An der Schule gab es von letzten Mittwoch bis Freitag so
besondere Tage, ich habe sie Wandertage genannt. Der Unterricht fiel
für alle aus und es wurden verschiedene Fahrten, Aktionen und
Workshops angeboten und da ich dort ja auch so halb zur Schule gehe,
konnte ich dort auch teilnehmen.
Am
Mittwoch habe ich an dem ganztages Ausflug teilgenommen. Es ging um
8h morgens mit dem Bus los, was aber hier bedeutet halb 9. Ich bin
extra schon um zehn vor da gewesen, weil ich den Bus nicht verpassen
wollte, schließlich wusste auch keiner, dass ich mitkomme, da ich
Dienstag noch nicht das OK von Sigga hatte und der mitfahrende Lehrer
einfach sagte, entweder sitze ich im Bus oder nicht. Als ich dann
zehn Minuten eher da war, war ich aber ganz schön alleine am
Treffpunkt und hatte schon ein mulmiges Gefühl. Aber dann kam der
Lehrer und um 8h dann der Bus und ich bin zunächst dann nur mit dem
Lehrer eingestiegen und dachte schon, hmm, vielleicht ist das ja auch
voll langweilig und keiner will mitfahren :D
Dem war
aber nicht so, kurze Zeit später trudelten dann auch noch ein paar
Schüler ein. Am Ende waren wir so ca. 30 würde ich sagen.
Die
erste Station war ein Staudamm. Ich habe mir darunter so einen Damm,
wie aus Filmen vorgestellt, mit ganz viel Wasser in der Natur und
einem großen Fluss, aber dem war nicht so. Wir sind in die Berge
Richtung Hochland gefahren zu diesem Damm. Erst haben wir uns das
technische Gebäude angeschaut und naja, ich hätte was verstehen
können, hätte ich zugehört und mich konzentriert, aber es sah mir
eher aus wie im Wasserwerk und das fande ich dann doch nicht so
interessant. Die Führung habe ich dann eher genutzt um soziale
Kontakte zu knüpfen, da die Mädels, die im Bus auch schon bei mir
saßen auch nicht so daran interessiert waren.
Nach der
technischen Einführung sind wir dann den Berg hochgefahren und der
Bus hat plötlich vor einem Tor im Berg angehalten. Kurz darauf ist
das Tor aufgegangen und der Bus fuhr ca. 500M rückwarts runter in
den Berg hinein, es war schon etwas komisch, weil man immer tiefer in
diesen Berg gefahren ist, aber wir sind angekommen. Dort konnten wir
dann die Pumpen und Turbinen sehen. Der Fluss fließt nämlich unter
dem Berg oder durch den Berg durch, so genau weiss ich es nicht und
dort wird dann Energie gewonnen. Es gab sogar eine Packung Ohropacks
für jeden, sodass mein Bestand wieder gestiegen ist :D
Ganz
ehrlich, die Fahrt durch die Berge war interessanter, als der
Staudamm.
Nächste
Station war dann Blonduös, wo wir zu Mittag gegessen haben. Als wir
uns gestärkt hatten, ging es weiter nach Skagaströnd, einer
Gemeinde mit 530 Einwohnern in Nordisland. Dort haben wir uns in zwei
Gruppen geteilt. Ich bin mit meiner Gruppe zunächst in ein
Wahrsagermusuem gefahren. Der Ort liegt nämlich an dem
Spákonufellshöfði
(dt. Wahrsagerinnenvorgebirge) und im 19. Jahrhundert, als die
Wirtschaft in dem Ort aufblühte, haben vor allem die Seefahrer und
Händler sich auf die Wahrsagerei berufen. Es war ganz witzig und
hier habe ich mich auch bemüht, zuzuhören, da die Geschichte von
der Hexe echt niedlich war und auch das ganze Haus ziemlich schön
aufgebaut war. Vor allem die Führerin war super, sie ist voll in
ihrem Element gewesen und als der Lehrer meinte, sie hätte nur noch
10 Minuten, dann müssten wir tauschen, wurde sie ganz gestresst und
hat trotzdem noch 20 Minuten länger geredet. Zum Schluss durften wir
auch alle noch einen Stein aus einem Säckchen ziehen und sie hat uns
dann gesagt, was es zu bedeuten hat.
Danach
haben wir uns noch das Labor von "Biopol" angeschaut. Es
ist eine Forschungseinrichtung, die den Fischbestand in dem Gebiet
untersucht, erforscht und schützt.
Es
war ganz nett, sich das anzuschauen, aber noch einmal muss es auch
nicht sein und ich glaube da würden mir auch die anderen Schüler
zustimmen.
Trotzdem
war es gut, da ich nun auch mal in den Bergen war und in Skagaströnd.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen