Samstag, 8. März 2014

Danke Wetter!!


Eigentlich hatten wir geplant den Sonntag in Akureyri zu verbringen, aber das Wetter war bis zum Nachmittag nicht so gut, sodass die Straßenverhältnisse Richtung Akureyri nicht die Besten waren und wir erst einmal im Gästehaus auf dem Sofa saßen und neue Pläne geschmiedet haben.
Nach einigem überlegen, haben wir uns auf den Weg nach Glaumbær, das Torfhausmuseum gemacht und uns dieses und die daneben liegende Kirche angeschaut. Der Wind war aber schon ziemlich ungemütlich und es war sau kalt. Auf dem Rückweg haben wir dann noch halt bei der „Barbie“-Kirche gemacht, es ist eine ganz kleine romantisch-verspielte Kirche, die deswegen von mir „Barbie“-Kirche getauft wurde. Der Schlüssel steckte und somit konnten wir auch hineingehen. Auf dem Weg lag noch eine weitere Kirche, wo ich aber auch noch nie gewesen bin, da sind wir dann auch noch mal spontan eingebogen. Es war eine ganz schlichte, schwarze Bauernkirche, auch hier gab es einen Schlüssel, sodass wir auch diese ohne Probleme von innen besichtigen konnten.
Als wir dann wieder hier waren, wurde das Wetter noch bescheidener und wir haben beschlossen, erst einmal zum aufwärmen zurück ins Gästehaus zu gehen und uns dort eine Suppe zu kochen. Die hat auch sehr gut getan und wir waren gestärkt für das Abenteuer.






Das Wetter wurde zum Nachmittag dann doch wieder recht schön und wir sind zu der Quelle Grettislaug gefahren. Dort wollte ich schon immer einmal hin und am Sonntag war es dann so weit. Irgendwann wurde die Straße dann aber doch ziemlich weiß und wir haben beschlossen, den Rest zu laufen. Einfach mal drauf los, es hat natürlich auch keiner drauf geachtet, wie weit wir schon mit dem Auto waren, um dann abschätzen zu können, wie weit wir noch laufen müssen. Aber nun gut, es war noch früh am Nachmittag und umdrehen geht ja immer, so lange man weiss, wie spät man losgelaufen ist.
Nach ca. 30 Minuten laufen kamen wir dann auch bei der Quelle an. Zwischendurch war der Schneemarsch aber ganz schön anstrengend und als wir dann an gekappten Strommasten und verlassenen Scheunen vorbei kamen war es schon ganz schön abenteuerlich, aber kurz darauf konnten wir die Quelle sichten und es war so schön. Direkt am Meer und der Wellengang war so hoch, dass man fast meinte, das Wasser spritzt gleich rüber, aber dem war nicht so. Wir haben uns dann bei 0°C ganz schnell in unsere Badesachen geworfen und ab ging es in die heiße Quelle. Was war das angenehm. Dort konnte man es echt aushalten und jetzt im Winter waren wir auch weit und breit nur in Gesellschaft von ein paar Islandpferden, im Sommer ist es dort bestimmt total voll, ausserdem hat man dann auch nicht den Ausblick auf die Schneeberge, während man in der Quelle sitzt. Nach dem super angenehmen Bad kam aber dann das, wovor wir am meisten Respekt hatten.
Wir mussten schließlich aus den nassen Sachen raus und in die dicken Klamotten wieder rein und das bei 0°C!!!
Der erste Moment war Hardcore, danach ging es aber, man war auch einfach noch voll warm von dem heißen Bad, sodass es halb so wild war. Auch der Rückweg ging dann schneller als gedacht und am Auto angekommen, waren wir gar nicht so durch gefroren, wie erwartet und konnten sogar noch wieder zwischendurch zum Fotos machen aussteigen.
Trotzdem war der Tag doch ziemlich anstrengend und wir waren froh, als wir zurück waren, die Pizza in Ofen schieben konnten und uns aufs Sofa setzen konnten.
Ich wollte abends gar nicht zurück, so müde war ich, aber naja, ich musste ja Montag morgen arbeiten.

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